Devisen: Dollar weiterhin schwach – Franken zum Euro nahe Rekordhoch

Zürich – Der US-Dollar bleibt auch am Dienstag weiter unter Druck. Gleichzeitig hält die Frankenstärke insbesondere gegenüber dem Euro weiter an.

Am Montag war der US-Dollar unter die Marke von 0,77 Franken gerutscht und im Tief bis auf 0,7657 gefallen. Damit näherte sich das Währungspaar dem Mehrjahrestief bei 0,7605 von Ende Januar an. Am Dienstagmorgen wird der Dollar mit rund 0,7672 Franken gehandelt.

Auch gegenüber dem Euro zeigte sich der Franken zuletzt klar stärker: In der Nacht auf Dienstag markierte das Euro/Franken-Paar mit 0,9124 ein neues Rekordtief, bevor eine leichte Gegenbewegung einsetzte und sich der Kurs aktuell um 0,9133 stabilisierte. Das Währungspaar Euro/Dollar zeigte sich hingegen kaum verändert und notierte zuletzt bei 1,1905. Am Vorabend waren Kurse von 1,1920 verzeichnet worden – der höchste Stand seit Ende Januar.

Angesichts der anhaltenden Frankenstärke rückt die Schweizerische Nationalbank (SNB) verstärkt in den Fokus der Marktteilnehmer. Laut einem Kommentar der Valiant gelten Devisenmarktinterventionen weiterhin als erste Handlungsoption. Aufgrund der Überwachung durch das US-Finanzministerium dürfte die SNB dieses Instrument jedoch nur sehr zurückhaltend einsetzen. Die Einführung von Negativzinsen wird von Experten nach wie vor als wenig wahrscheinlich eingeschätzt.

Unterdessen verweisen Marktbeobachter darauf, dass weitere schwache US-Konjunkturdaten den Abwärtsdruck auf den Dollar zusätzlich erhöhen könnten. Zwar dürfte die Inflation in den USA vorerst über dem Zielwert bleiben, doch auch eine Abschwächung am Arbeitsmarkt gilt als möglich und könnte den Greenback weiter belasten. (awp/mc/ps)

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