Devisen: Eurokurs fällt zum Dollar auf tiefsten Stand seit 2003

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Frankfurt – Der Eurokurs ist am Dienstag gegenüber dem US-Dollar auf den tiefsten Stand seit 2003 gefallen. Robuste Konjunkturdaten aus den USA gaben dem Dollar Auftrieb und schwächten im Gegenzug den Euro. Der Kurs der Gemeinschaftswährung fiel am Nachmittag zwischenzeitlich bis auf 1,0341 US-Dollar und erholte sich im Anschluss nur geringfügig.

Auch zum Franken gab der Euro etwas nach. Dieser kostet am frühen Abend 1,0689 CHF nach 1,0697 am Mittag. Der Dollar geht derweil mit 1,0312 CHF nach 1,0301 am Mittag um. Im Nachmittagshandel war der Dollar zwischenzeitlich auf 1,0336 CHF geklettert und damit auf den höchsten Stand seit Sommer 2010.

Positive Signale von der Industrie und vom Bausektor in den USA hätten den Dollar gestärkt, hiess es aus dem Handel. Die Stimmung in der Industrie hatte sich laut dem Institute for Supply Management (ISM) im Dezember deutlich stärker als erwartet aufgehellt und war auf den höchsten Stand seit zwei Jahren gestiegen. Zudem hatten die Bauausgaben im November laut dem Handelsministerium stärker als erwartet zugelegt.

Inflationszahlen aus Deutschland und Frankreich hatten dem Euro zuvor keine klaren Impulse geben können. In Deutschland war die Teuerungsrate im Dezember höher als erwartet ausgefallen. In Frankreich dagegen war sie hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Türkische Lira unter Druck
Deutliche Bewegung am Devisenmarkt gab es bei der türkischen Lira, die im Verhältnis zum Dollar erneut auf ein Rekordtief fiel. Zwischenzeitlich kostete ein Dollar bis zu 3,6042 Lira. Marktbeobachter begründeten die Kursschwäche zum Jahreswechsel mit dem jüngsten Terroranschlag in Istanbul und einer unerwartet starken Inflation im Dezember.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84565 (0,85140) britische Pfund und 122,75 (122,92) japanische Yen fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1151,00 Dollar gefixt. (awp/mc/upd/ps)

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