Devisen: Euro fällt wegen Handelskonflikt

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(Foto: Pixabay)

Frankfurt – Der Euro ist am Dienstag von dem sich immer weiter hochschaukelnden Handelskonflikt zwischen den USA und China belastet worden. So fiel der Eurokurs zwischenzeitlich bis auf 1,1531 US-Dollar und kostet am späten Nachmittag 1,1568 Dollar. Zum Franken bewegt sich der Euro weiter bei der Marke von 1,15.

Gegen Abend geht die Gemeinschaftswährung bei 1,1504 Franken nach 1,1541 am Morgen um. Der US-Dollar wird derweil wenig verändert mit 0,9945 Franken gehandelt.

Die Situation am Devisenmarkt wird durch den Handelskonflikt zwischen den beiden grössten Volkswirtschaften der Welt beherrscht. Es rieche nach einer Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China, kommentierte Expertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank die Lage. Nach bereits verhängten Strafzöllen drohen sich beide Seiten mit zusätzlichen Einfuhrzöllen auf zahlreiche Waren. Sollte der Streit ausufern, sehen Volkswirte die Gefahr einer schweren Beeinträchtigung des Welthandels und der konjunkturellen Entwicklung.

Sichere Häfen gesucht
In dieser unwägbaren Situation sind viele Anleger auf der Suche nach Sicherheit. Gefragt sind vor allem der japanische Yen und der Schweizer Franken, die traditionell als sichere Anlaufstellen gelten. Dass der Dollar profitiert, ist nicht unmittelbar einsichtig, sind die USA doch in den Handelsstreit involviert. Die Commerzbank erklärt die Dollarstärke über die Geldpolitik: Einfuhrzölle können demnach zu steigenden Güterpreisen in den USA führen und raschere Zinsanhebungen durch die US-Notenbank nach sich ziehen. Soweit dieser Effekt nicht durch konjunkturelle Bremsspuren kompensiert wird, kann der US-Dollar zulegen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87693 (0,87655) britische Pfund, und 126,78 (128,27) japanische Yen fest.

Der Preis für die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London auf 1’276,15 (1281,55) Dollar festgelegt. (awp/mc/ps)

EZB-Referenzkurse

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