Devisen: Franken legt über Nacht leicht zu

Zürich – Der Schweizer Franken hat über Nacht leicht zugelegt. Am Vortag hatte sich die hiesige Währung nach den Anzeichen einer Entspannung in der Grönland-Frage leicht abgeschwächt. Insgesamt halten sich die Kursausschläge aber in Grenzen.

Am frühen Morgen kostet der Dollar 0,7945 Franken nach 0,7957 am Vorabend. Am Mittwochmorgen war der Dollar noch deutlich tiefer zu 0,7908 gehandelt worden. Auch das Währungspaar Euro/Franken notiert aktuell mit 0,9288 etwas tiefer als am Vorabend (0,9303). Zwischen Euro und Dollar gab es derweil in dieser Zeit kaum Bewgeung, das Währungspaar notierte zuletzt bei 1,1691. Allerdings war der Euro am frühen Mittwoch klar höher zu 1,1720 Dollar gehandelt worden.

Die Entspannungszeichen in der Grönland-Frage hätten dem Dollar Auftrieb gegeben, heisst es am Markt. Der US-Präsident hatte am WEF in Davos verlauten lassen, dass er die Strafzölle gegen verschiedene europäische Länder wegen Grönland nicht wie ursprünglich angekündigt in Kraft setzen wolle. Zur Begründung verwies er auf ein Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte, bei dem ein Rahmen für eine zukünftige Vereinbarung über Grönland und die gesamte Arktisregion entstanden sei.

Konkrete Informationen über die Vereinbarung gibt es aber noch nicht und auch nicht über die Frage der Souveränität von Grönland. Marktentscheidend sei wohl, dass Trump die Zolldrohung gegenüber europäischen Staaten wie Deutschland zurückgezogen habe, kommentierte die Helaba.

Neben geopolitischen Themen könnte die Geldpolitik auf beiden Seiten des Atlantiks wieder in den Fokus der Marktteilnehmer geraten. Die heute in den USA anstehenden Arbeitsmarktindikationen und Konsumausgaben könnten das Fed wohl darin bestärken, bezüglich weiterer Zinssenkungen Vorsicht walten zu lassen und potenzielle Risiken abzuwägen. «Mit einem Schritt in der nächsten Woche ist kaum zu rechnen und er wird auch markseitig nahezu ausgeschlossen», so die Helaba. (awp/mc/ps)

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