Zürich – Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran hat am Wochenende auch an den Devisenmärkten seine Spuren hinterlassen. Der US-Dollar als Weltleitwährung hat in dieser Zeit vor allem gegenüber dem Euro, aber auch gegenüber dem Franken leicht zugelegt. Wie die Commerzbank in einem aktuellen Kommentar in Erinnerung ruft, profitiert der US-Dollar in der Regel in Kriegssituationen.
So notiert das Euro/Dollar-Paar aktuell bei 1,1740 nach 1,1821 noch am Freitagabend. Auch zum Schweizer hat der Greenback etwas Boden gut gemacht, das Paar steht am Morgenmorgen bei 0,7697 (Freitagabend 0,7681). Derweil hat der Franken als weiterer sicherer Hafen zum Euro zugelegt, entsprechend notiert die Gemeinschaftswährung bei 0,9037 Franken nach 0,9079 Franken am Freitagabend.
US-Präsident Donald Trump machte klar, dass die Angriffe vom Wochenende – anders als die Angriffe im Juni letzten Jahres – einen Regime-Wechsel zum Ziel haben. Wie schnell und ob dies gelinge, sei allerdings höchst unsicher, heisst es bei der Commerzbank. So sei das Risiko, dass die USA und ihre Verbündeten in einen länger andauernden Krieg hineingezogen würden, nicht zu vernachlässigen.
«Der ultimative sichere Hafen unter den Währungen ist jedoch nicht der US-Dollar, sondern, wie schon im vergangenen Jahr
gesehen, der Schweizer Franken», halten die Devisenexperten der Commerzbank weiter fest. Und auch wenn der Franken keine Weltleitwährung sei, sei der Status eines sicheren Hafens eine selbstverstärkende Eigenschaft.
Dass vor allem der Franken zuletzt profitiert habe, liege daran, dass über das vergangene Jahr der Status anderer typischer sicherer Häfen angekratzt worden sei, vor allem der des Dollars durch die erratische Politik aus dem Weissen Haus. Ob mit Beginn des Krieges der Dollar wieder längerfristig stärker wird, muss sich zeigen. (awp/mc/pg)
