Zürich – Der US-Dollar hat sich am Nachmittag im Vergleich zu Mittag wieder etwas abgeschwächt. Vor allem schlechtere Konjunkturaussichten lasten auf dem «Greenback».
Im Vergleich zum Mittag schwächt sich der Dollar zum Euro auf 1,1694 nach 1,1682 ab. Das Franken-Dollar-Paar wird derweil zu 0,7943 gehandelt. Um die Mittagszeit stand es noch bei 0,7961.
Zum Franken ist der Kurs des Euro ebenfalls leicht gesunken. Am späten Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 0,9288 Franken gehandelt und damit etwas tiefer als gegen Mittag (0,9300), wo der Euro noch kurz die Schwelle von 0,93 Rappen überspringen konnte.
Die Konjunkturaussichten in den USA haben sich wieder etwas abgekühlt. So war die am Nachmittag publizierte ISM-Industriestimmung auf den tiefsten Wert seit einem Jahr gefallen. Damit wurden auch die Erwartungen klar verfehlt. Ökonomen hatten mit einem leichten Anstieg gerechnet.
Allerdings hat sich der Unterindex für Beschäftigung geringfügig verbessert. Er bleibt aber weiter deutlich unter der Wachstumsschwelle. Gleichzeitig blieb der Indikator für bezahlte Preise auf einem hohen Niveau, was das gemischte Bild vervollständigte.
Nach Einschätzung von Marktbeobachtern steuern Anleger vermehrt sichere Anlagen wie Gold und Silber und auch den Dollar an. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 4447 Dollar. Das waren 114 Dollar mehr als am Freitag. Damit nähert der Preis sich den Rekordwerten von Ende 2025 an.
Generell hielten sich die Kursreaktionen an den Finanzmärkten nach dem US-Angriff gegen Venezuela vom Wochenende aber überwiegend in Grenzen. Auch kurzfristig dürfte die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro «kein grösseres Kapitalmarktthema sein», heisst es in einem Analystenkommentar.
Da auch keine Verschlechterung der geopolitischen Lage zu erwarten ist, werde auch der Franken «derzeit nicht als sicherer Hafen gesucht», so ein weiterer Kommentar. Weitere Impulse sind in den kommenden Tagen durch zahlreiche Konjunkturdaten in Europa und den USA zu erwarten. Zudem werden in der Schweiz und Europa auch die Inflationsdaten für den Dezember veröffentlicht. Ferner stehen auch noch die US-Arbeitsmarktdaten auf der Agenda. (awp/mc/pg)
