Devisen: Wenig Bewegung vor US-Inflationsdaten

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(Unsplash)

Zürich – Der US-Dollar hat sich nach der jüngsten Schwäche stabilisiert. Die Kursbewegungen hielten sich im frühen Geschäft in Grenzen, heisst es von Händlern. Zuletzt hatte der sich zuspitzende Streit zwischen US-Präsident Donald Trump mit dem Notenbankchef Jerome Powell den Dollar unter Druck gesetzt. Bei dem Streit geht es letztlich um die Unabhängigkeit des Fed.

Der US-Dollar wird aktuell zu 0,7980 Franken gehandelt. Das ist etwas mehr als am Vorabend (0,7970). Auch gegenüber dem Euro hat sich der Greenback minim erholt. Derzeit kostet der Euro 1,1655 Dollar nach 1,1671 am Montagabend. Derweil tritt das Euro/Franken-Paar bei Kursen von 0,9300 mehr oder weniger auf der Stelle.

Die grösste Aufmerksamkeit dürften heute die US-Konsumentenpreise vom Dezember erhalten. «Insbesondere vor dem Hintergrund der anhaltenden Drohgebärden der US-amerikanischen Regierung gegenüber dem Fed», heisst es bei der Helaba.

Nachdem das US-Justizministerium dem Fed-Chef Powell mit einer Anklage gedroht hatte, wies dieser die strafrechtlichen Ermittlungen gegen ihn als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit des Fed entschieden zurück.

Powell wird vorgeworfen, dass er im Zusammenhang mit der mehrjährigen Sanierung von Gebäuden der Zentralbank in Washington vor dem Senat Falschaussagen gemacht habe. Der Fed-Chef sieht darin allerdings nur einen Vorwand: «Es geht darum, ob die Fed die Zinssätze weiterhin auf Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Gegebenheiten festlegen kann – oder ob die Geldpolitik stattdessen von politischem Druck oder Einschüchterung bestimmt wird», erklärte er überraschend deutlich.

Trump hatte Powell schon mehrmals deutlich kritisiert und stärkere Leitzinssenkungen verlangt. Im Mai wird Powell turnusmässig aus dem Amt ausscheiden. Es wird erwartet, dass Trump die Stelle mit einem engen Gefolgsmann neu besetzt. Jedoch hatte Trump in seiner ersten Amtszeit auch Powell in das Amt berufen. (awp/mc/ps)

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