EU-Schluss: ESTX50 gibt 1,0% nach auf 3410 Punkte

London – Europas Aktienmärkte haben am Dienstag schwach geschlossen. Der EuroStoxx-50-Index verlor 1,04 Prozent auf 3409,60 Punkte. Die Unruhe habe weiter zugenommen nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets im türkisch-syrischen Grenzgebiet, sagte Analyst Jasper Lawler von CMC Markets. Seit den Terrorattacken in Paris wachse die politische Unsicherheit. Nun gebe es neue heftige Spannungen zwischen Moskau und Ankara.

Der Leitindex der Eurozone setzte die zu Wochenbeginn eingeleitete Korrekturbewegung fort. In der Vorwoche hatte er allerdings in einem dynamischen Anstieg um 2,73 Prozent zugelegt. Die Börsen in Russland und der Türkei reagierten sehr empfindlich: der RTS-Interfax-Index verlor in Moskau 3,34 Prozent, an der Börse in Istanbul rutschte der BIST-National-100-Index um 4,39 Prozent ab.

In London fiel der FTSE-100-Index am Dienstag nur um 0,45 Prozent auf 6277,23 Punkte. Kursgewinne bei den stark gewichteten Rohstoffwerten sorgten für das unterdurchschnittliche Minus. Der Pariser Cac-40-Index verlor 1,41 Prozent auf 4820,28 Punkte.

Zu den grössten Kursverlierern zählten die Anbieter von Luxusgütern: Am Ende des europaweiten Stoxx-50-Index schlossen LVMH mit einem minus von 4,29 Prozent, die Papiere des schweizerischen Richemont-Konzerns verloren 3,12 Prozent. Burberry rutschten am «Footsie»-Ende um 5,01 Prozent ab. Zudem litten Reisewerte unter der Unsicherheit. Der Branchenindex Stoxx 600 Travel & Leisure fiel um 2,25 Prozent. In London verloren IAG-Aktien und die Titel des Billigfliegers Easyjet jeweils über 3 Prozent.

Im Kielwasser der Erholung bei den Rohölpreisen konnten dagegen die schwer gewichteten Energiewerte zulegen. Die Aktien der britischen BP waren mit plus 1,35 Prozent Tagessieger im Stoxx 50, im Eurozonen-Barometer Eurostoxx 50 legten Eni-Aktien um 0,53 Prozent und Total um 0,70 Prozent zu. Der Sektorindex Stoxx 600 Oil & Gas legte um 0,50 Prozent legen und war damit das einzige Branchenbarometer im Plus.

Altice-Aktien rutschten in Amsterdam nach einer Platzierung um fast 10 Prozent ab. Goldman Sachs hatte für den Milliardär Patrick Drahi einen Teil der Anteile an dem Telekommunikationskonzern verkauft. Die Stärke des Pfund hatte derweil bei der britischen Baumarktkette Kingfisher erneut Spuren hinterlassen. Aber auch die Geschäfte in Frankreich waren nicht so gut gelaufen wie erhofft. Kingfisher-Aktien verloren nach dem Zwischenbericht 0,87 Prozent. (awp/mc/upd/ps)

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