EU-Verlauf: Uneinheitlich – EuroStoxx etwas leichter

London – Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag bis zum Mittag uneinheitlich tendiert. Während der EuroStoxx nur moderat nachgab, schwächelte der Pariser Aktienmarkt dagegen spürbarer. Aufholbedarf hingegen kam der Londoner Börse zugute, in der City notierte der «Footsie» fester. Den Handel in der ersten Jahreswoche sehen die Börsianer derweil weiter unter ruhigen Vorzeichen. Derzeit würden am Markt eher pessimistische Wachstumsaussichten eingepreist, sagte ein Händler.

Der EuroStoxx 50 gab um 0,11 Prozent auf 2.367,60 Punkte nach. Der CAC 40 in Paris verlor mit 0,70 Prozent auf 3.199,75 Punkte, während der Londoner FTSE 100 nach dem Feiertag am Montag um 1,00 Prozent auf 5.627,73 Punkte zulegte.

Die meisten Branchen des Stoxx Europe 600 legten gemessen an ihren Subindizes zu. Am deutlichsten gewannen die Basisgüterproduzenten hinzu: Durchschnittlich stiegen die Kurse der Unternehmen im Branchenindex Stoxx Europe 600 Basic Resources um 2,84 Prozent, gefolgt von Auto- und Zulieferwerten mit rund anderthalb Prozent. Medien , Telekommunikationsunternehmen und Versorger fanden sich am unteren Ende des Tableaus mit Verlusten von bis zu einem halben Prozent wieder.

Besonders freuen durften sich Aktionäre von britischen Rohstofftiteln über die Kursentwicklung: BHP Billiton und Rio Tinto gewannen dank steigender Metallpreise an der Londoner Metal Exchange 3,57 und 4,48 Prozent.

Unter Druck gerieten die Aktien von KPN und verloren 2,80 Prozent. Am Morgen hatte das Unternehmen bekanntgegeben, dass die seit September 2009 amtierende Finanzchefin wegen Meinungsverschiedenheiten von ihrem Posten zurückgetreten sei. Carla Smits-Nusteling habe den Aufsichtsrat informiert, dass sie mit der internen Unternehmensführung nicht einverstanden sei. Die Analysten von Sanford Bernstein kommentierten, dass KPN nicht mehr der sichere Hafen sei, der es einmal gewesen sei. Das Unternehmen sehe sich strukturellen Gefahren in nahezu allen Bereichen seines Geschäfts gegenüber.

Die Aktien des britischen Ölkonzerns BP konnten von der Schadenersatzklage gegen den US-Konzern Halliburton kaum profitieren. Sie lagen mit 0,88 Prozent im Plus. 20 Milliarden Dollar wollen die Briten von dem US-Erdöldienstleister wegen der Ölpest im Golf von Mexiko einklagen. Ihrer Ansicht nach war das Bohrloch auf dem Meeresgrund nicht sachgemäss abgedichtet worden.

Wenig gefallen fanden Anleger vorerst auch an dem Vorhaben der französischen Total, sich an dem US-Gasfeld Utica zu beteiligen. Bis zum Mittag gaben die Aktien 0,11 Prozent ab. Der französische Ölkonzern will für rund 2,32 Milliarden US-Dollar (1,79 Mrd Euro) 25 Prozent des Feldes kaufen, teilte das US-Energieunternehmen Chesapeake Energy als Verkäufer mit. (awp/mc/ps)

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