Ifo: Wirtschaftsklima im Euroraum eingetrübt

Hans-Werner Sinn

ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.

München – Der Ifo-Indikator für das Wirtschaftsklima im Euroraum ist im dritten Quartal nach zwei Anstiegen in Folgen wieder gesunken. «Die wieder aufflammende Schuldenkries setzt der Konjunktur im Euroraum zu», teilte das Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) am Donnerstag in München mit. Der Indikator sei von 100,3 Punkten im Vorquartal auf 88,9 Punkte gefallen. Der Wert liege damit deutlicher als bisher unter seinem langfristigen Durchschnittswert. Der Indikator wird in Zusammenarbeit mit der Internationalen Handelskammer in Paris (ICC) berechnete.

In den Eurokrisenländern Griechenland, Italien, Portugal, Spanien und Zypern liegt die Bewertung unverändert auf Rezessionsniveau. Wenig besser sei die wirtschaftliche Lage in Belgien, Frankreich, Irland, den Niederlanden und Slowenien. Im positiven Bereich liegt die Einschätzung zur Situation weiter in Deutschland, Estland und Finnland. Allerdings habe sie sich auch hier leicht verschlechtert.

Erwartungen für Irland und Niederlande merklich verbessert
Der Erwartungen habe sich lediglich für Irland und die Niederlande merklich verbessert. Sie deuten auf eine vorsichtige Erholung der Konjunktur hin. Ansonsten hätten sich die wirtschaftliche Aussichten in den meisten Mitgliedsländern eingetrübt. (awp/mc/ps)

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