Ölpreise im Plus – Einigung beim EU-Gifel sorgt für Entspannung

Ölfässer

New York – Die positiv aufgenommenen Ergebnisse des Euro-Gipfels haben dem Ölmarkt am Freitag Auftrieb gegeben. Ein Barrel Rohöl der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im September kostete am frühen Abend 118,54 US-Dollar und somit 1,03 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur September-Lieferung stieg um 57 Cent auf 99,70 Dollar.

Unterm Strich verbuchten die Ölpreise auf Wochensicht nach teils sehr nervösem Handel ein klares Plus.

«Grosser Unsicherheitsfaktor vorerst beseitigt»
Nach der Einigung der europäischen Staats- und Regierungschefs auf ein zweites Hilfspaket für Griechenland sei nun ein grosser Unsicherheitsfaktor vorerst beseitigt, schreibt die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) in ihrem wöchentlichen Rohstoffbericht. Die Ereignisse dieser Tage dürften auch das Handelsgeschehen am Ölmarkt noch für geraume Zeit bestimmen. «Die Einigung über das griechische Rettungspaket, ein stärkerer Lagerabbau bei den US-Öllagern sowie die Entscheidung der Internationalen Energieagentur (IEA), keine weiteren strategischen Ölreserven an den Markt zu bringen, haben den Ölpreisen zuletzt etwas Auftrieb verliehen», schreibt die LBBW.

Positive Impulse
Auch die Commerzbank sieht in den Ergebnissen des Euro-Gipfels und den jüngst etwas besseren US-Wirtschaftsdaten positive Impulse. Am Ölmarkt herrsche zurzeit eine positive Stimmung, wobei die meisten Nachrichten positiv interpretiert würden und die negativen dagegen wenig Beachtung fänden.

Opec-Öl leicht günstiger
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist leicht gesunken. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel (159 Liter) am Donnerstag im Durchschnitt 113,20 US-Dollar. Das waren 34 Cent weniger als am Mittwoch. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells. (awp/mc/ps)

Opec-Korbpreis

WTI / NYMEX

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