Ölpreise steigen weiter

Öl-Tanker

Singapur – Die Ölpreise haben am Mittwoch ihre seit Wochenbeginn erzielten Gewinne ausgebaut. Händler führten die Entwicklung auf anhaltend freundliche Börsen zurück. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März kostete gegen Mittag 111,80 US-Dollar. Das waren 27 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) zur Lieferung im Februar stieg um 61 Cent auf 101,32 Dollar.

Bereits seit Wochenbeginn sorgt die gute Stimmung an den internationalen Aktienmärkten dafür, dass Investoren stärker bei riskanteren Assets wie Rohöl zugreifen. Leicht belastet hatten zuletzt hingegen die US-Energiebehörde EIA und das Ölkartell Opec, die ihre Prognosen für die Ölnachfrage gesenkt hatten. Am Mittwoch folgte die Internationale Energieagentur IEA, die Ölmärkte reagierten aber nur zeitweise mit Kursabschlägen. Zugleich warnte die Energieagentur der Industrienationen davor, dass ein Ölembargo gegen den Iran die europäischen Raffineriebetriebe vor Probleme stellen würde.

EU entscheidet kommende Woche über Iran-Embargo
Der Westen und der Iran streiten seit längerem über das Atomprogramm des Opec-Mitglieds. In der kommenden Woche will die Europäische Union über ein Ölembargo entscheiden. Hiervon wären nach IEA-Angaben besonders Italien, die Türkei, Spanien und Griechenland betroffen. Die Länder beziehen einen grossen Teil ihrer Ölimporte aus dem Iran.

Auch Opec-Öl teurer
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist ebenfalls gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel am Dienstag im Durchschnitt 112,24 US-Dollar. Das waren 53 Cent mehr als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells. (awp/mc/ps)

Opec-Korbpreis

WTI / NYMEX

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