Ölpreise steigen weiter – Schwächerer Dollar stützt

Oil Öl

New York – Die Ölpreise haben am Donnerstag an ihre Vortagesgewinne angeknüpft. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Juni kostete im Nachmittagshandel 124,29 US-Dollar. Das waren 44 Cent mehr als am Mittwoch. Der Preis für ein Barrel der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 56 Cent auf 112,01 Dollar.

Damit kostet Rohöl nach wie vor soviel wie zuletzt im August 2008. Die jüngsten Kursgewinne führen Händler insbesondere auf den immer schwächeren Dollar zurück. Seit Wochen neigt der Greenback zu vielen wichtigen Währungen zur Schwäche. Dies stützt die Rohöl-Nachfrage aus Ländern ausserhalb des Dollar-Raums. Hauptgrund für den schwachen Dollar ist die amerikanische Geldpolitik. Im Gegensatz zu vielen anderen Wirtschaftsräumen gehen Experten von einer anhaltend expansiven US-Geldpolitik mit sehr niedrigen Zinsen aus.

Rückgang der US-Rohöllagerbestände stützt zusätzlich
Der am Mittwoch vom US-Energieministerium gemeldete Rückgang der Rohöllagerbestände unterstütze die Ölpreise zusätzlich, sagten Marktteilnehmer. Erstmals seit sieben Wochen seien die Bestände dank gestiegener Raffinerieauslastung und niedrigerer Importe zurückgegangen, unterstrichen die Experten der Commerzbank.

Opec-Preis deutlich gestiegen
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) stieg deutlich. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Donnerstag kostete ein Barrel (159 Liter) am Mittwoch im Durchschnitt 117,97 US-Dollar. Das waren 1,97 Dollar mehr als am Dienstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells. (awp/mc/ss)

Opec-Korbpreis

WTI / NYMEX

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