Tokio-Schluss: Knapper Verlust

Tokio – Die Tokioter Börse hat am Mittwoch knapp im Minus geschlossen. Vor dem EU-Gipfeltreffen an diesem Mittwoch hielten sich die Marktteilnehmer zurück, hiess es. Sie warteten ab, ob sich die europäischen Politiker wirklich auf entscheidende Schritte zur Lösung der Euro-Schuldenkrise einigen können. Die Sorgen wurden aber abgemildert durch ein mögliches Gegensteuern der japanischen Regierung gegen den starken Yen.

Um noch stärkere Auswirkungen auf die exportorientierte Wirtschaft zu vermeiden, werde keine Option ausgeschlossen, unterstrich Finanzminister Jun Azumi am Mittwoch. Nach einem wechselhaften Handelsverlauf ging der Nikkei-225-Index am Ende mit einem knappen Minus von 0,16 Prozent bei 8.748,47 Punkten aus dem Handel. Der marktbreite Topix verlor gleichauf 0,16 Prozent auf 746,48 Punkte.

Aktien von Versicherungskonzernen litten laut Händlern unter drohenden Schadensforderungen wegen der Flutkatastrophe in Thailand. MS&AD Insurance Group gaben um 0,99 Prozent auf 1.507 Yen nach. NKSJ Holdings verloren ferner 0,76 Prozent. Gewinne gab es dagegen beim Elektronikkonzern Hitachi , der im ersten Halbjahr seine eigenen Prognosen um ein vielfaches übertraf. Die Titel kletterten um 3,67 Prozent auf 424 Yen.

Aktien von JFE Shoji Holdings schnellten ferner um rund 12 Prozent hoch und erzielten so die grössten Kursgewinne seit drei Jahren. Sie profitierten davon, dass der Stahlkonzern JFE Holdings die Tochter komplett übernehmen will. Am Markt stiess der Plan auf positive Reaktionen und so legten auch die Papiere von JFE Holdings mehr als 4 Prozent zu. (awp/mc/pg)

Nikkei

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