Tokio-Schluss: Nikkei fällt unter 9.500 Punkte

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Tokio – Der Nikkei-225-Index ist am Montag erstmals seit nahezu fünf Wochen wieder unter die Marke von 9.500 Punkten gerutscht. Händler verwiesen vor allem auf die Sorgen um die europäische Schuldenkrise. Aber auch die Straffung der Geldpolitik in einigen Wachstumsmärkten, die jüngst schwachen Signale von der US-Wirtschaft sowie innenpolitische Hürden bei der Abwicklung des Wiederaufbaus nach dem Erdbeben hätten belastet. Der Nikkei-225-Index schloss um 1,52 Prozent tiefer bei 9.460,63 Punkten. Der breiter gefasste Topix verlor 1,22 Prozent auf 817,68 Punkte.

Belastend wirkten sich auch fallende Kurse im Maschinen- und Bausektor aus, nachdem sich die Analysten von Nomura in Sorge um das Wachstum in den Schwellenländern negativ zu einigen Werten geäussert hatten. Laut Händlern haben Hedgefonds daraufhin ihre Bestände bei den betroffenen Aktien zurückgefahren. Abgestuft wurden die Titel von Hitachi Construction und Kawasaki Heavy Industries, die um 6,00 und 4,90 Prozent absackten. Ferner litten Komatsu mit einem Minus von 5,89 Prozent auf 2.381 Yen unter einer Kurszielsenkung der Nomura-Experten.

Gewinne gab es dagegen bei Solarwerten, die auf einen positiven Medienbericht reagierten. Demnach könnte es die japanische Regierung in dieser Woche zur Vorschrift machen, dass alle Neubauten bis 2030 mit Sonnenkollektoren ausgestattet werden. Die Papiere des Solarmodul-Herstellers Sharp gewannen 0,96 Prozent. Die Aktien des Wafer-Produzenten Ishii Hyoki rückten gar um 8,41 Prozent auf 928 Yen vor. (awp/mc/ps)

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