US-Schluss: Dow steigt 0,6% auf 24’652 Punkte

Boerse

New York – Die Aussicht auf eine endgültige Verabschiedung der Steuerreform hat am Freitag alle wichtigen US-Aktienindizes auf Rekordhöhen gehievt. Die Anleger griffen insbesondere bei den konjunktursensiblen Technologiewerten zu. Für Erleichterung sorgte, dass sowohl der republikanische Senator Marco Rubio, als auch sein Kollege Bob Corker nun für das Vorhaben stimmen wollen. Zuvor standen die beiden dem Vorhaben kritisch gegenüber.

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial stieg um 0,58 Prozent auf 24’651,74 Punkte. Seine Messlatte liegt nun bei 24 688,62 Punkten. Auf Wochensicht ergibt sich ein Plus von 1,33 Prozent.

Der breiter gefasste S&P 500 gewann am Freitag 0,90 Prozent auf 2675,81 Punkte, nachdem er zuvor bei fast 2680 Punkten den bislang höchsten Stand seiner Geschichte erreicht hatte. Für den Technologiewerte-Index Nasdaq 100 ging es um 1,20 Prozent auf 6466,32 Punkte nach oben. Der umfassendere Nasdaq Composite zog ähnlich deutlich an.

Die US-Steuerreform sieht unter anderem eine Senkung der Körperschaftssteuer von derzeit 35 auf 20 Prozent vor. Unternehmen würden dadurch erheblich entlastet – und die Gewinne und Ausschüttungen am Ende steigen.

In dem positiven Umfeld hatten Technologiewerte im Dow die Nase vorn. So stiegen Intel-Aktien an der Index-Spitze um rund 3 Prozent. Dahinter folgten die Anteilsscheine von Microsoft mit einem Gewinn von rund 2,5 Prozent.

Die Software-Hersteller Adobe und Oracle sorgten derweil auch mit ihren jüngsten Quartalszahlen für Gesprächsstoff. So konnte Oracle am Donnerstag nach Börsenschluss ein Plus beim Umsatz und Gewinn vorweisen – laut einem Analysten der Baader Bank aber belastete der Ausblick auf das dritte Geschäftsquartal. Die Aktien knickten um fast 4 Prozent ein.

Weitaus besser wurden die neuen Quartalsergebnisse von Adobe aufgefasst, die ein Barclays-Analyst als «stark» beschrieb. Die Papiere stiegen um mehr als 1 Prozent.

Grund zur Freude hatten auch die Aktionäre von Under Armour: Der Sportartikelhersteller hatte eine Partnerschaft mit dem Kanadischen Olympischen Komitee verkündet. Zudem empfahl das Analysehaus Stifel die Anteilsscheine zum Kauf. Dies reichte, um die Papiere des Adidas-Rivalen um gut 9 Prozent in die Höhe schnellen zu lassen.

Die Aktien des kriselnden Pharmakonzerns Teva kletterten um rund 7,5 Prozent nach oben und profitierten damit von einer Kaufempfehlung der US-Investmentbank Goldman Sachs. Mit der Ankündigung von Kostensenkungen in Höhe von 3 Milliarden Dollar bis 2019 liege der Generika-Hersteller deutlich über ihren Erwartungen und sollte damit die Kehrtwende geschafft haben, schrieb Analystin Jami Rubin.

Überraschend gute Quartalszahlen schliesslich hatten die Anteilsscheine des Discounters Costco Wholesale zwischenzeitlich auf ein Rekordhoch von gut 195 Dollar geschoben. Bis zum Handelsschluss blieb noch ein Plus von gut 3 Prozent auf 192,73 Dollar.

Am US-Rentenmarkt verharrten zehnjährige Staatsanleihen bei 99 3/32 Punkten und rentierten mit 2,351 Prozent. Der Euro notierte in einem recht ruhigen Handel zuletzt bei 1,1754 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1806 (Donnerstag: 1,1845) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8470 (0,8442) Euro. (awp/mc/ps)

Exit mobile version