US-Schluss: Verkaufswelle vor Senatorenwahl in Georgia

Boerse

New York – Nach anfänglichen Rekorden hat die Wall Street zu Beginn des neuen Jahres ihrem guten Lauf Tribut gezollt. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial notierte am Ende 1,25 Prozent im Minus bei 30’223,89 Punkten, zeigte sich damit aber immerhin sichtlich erholt von seinem Tagestief. Für den marktbreiten S&P 500 ging es am Montag letztlich um 1,48 Prozent auf 3700,65 Zähler nach unten und der Auswahlindex Nasdaq 100 verlor 1,50 Prozent auf 12’694,67 Punkte.

Zuletzt hatten die weltweit begonnenen Corona-Impfaktionen und ein neues staatliches US-Hilfspaket für die weltgrösste Volkswirtschaft die Aktienkurse gestützt. Doch angesichts der Unsicherheiten um die anstehenden, wichtigen Senatswahlen im US-Bundesstaat Georgia und der Sorge, dass die Corona-Ansteckungszahlen über die Feiertage mutmasslich noch deutlicher gestiegen sind, machten die Anleger Kasse.

Die Wahl der beiden Senatoren in Georgia entscheidet über die politischen Mehrheitsverhältnisse in der zweiten Parlamentskammer. Im Repräsentantenhaus halten die demokratischen Parteigenossen des designierten Präsidenten Joe Biden die Mehrheit.

Unter den Einzelwerten war einmal mehr der Elektroautobauer Tesla mit seiner anhaltenden Rekordjagd einen Blick wert. Anders als der Markt hielt die Aktie ihre Gewinne fest und stieg um knapp dreieinhalb Prozent auf fast 730 US-Dollar. Tesla lieferte 2020 mit knapp einer halben Million Fahrzeugen so viele Autos aus wie noch nie.

Dagegen machte beim Lithiumbatterien-Hersteller Quantumscape ein Kurseinbruch um 41 Prozent einen grossen Teil des vorherigen, wochenlangen Höhenflug der Aktie zunichte. Schuld waren enttäuschte Hoffnungen, dass der Technologiekonzern Apple bei seinem Elektroauto-Projekt auf die Produkte von Quantumscape setzen könnte.

Die Anteilscheine von MGM Resorts International büssten nahezu sechs Prozent ein. Der Casino-Betreiber will den britischen Online-Glücksspielanbieter Entain nun für rund 8,1 Milliarden Pfund kaufen. Dafür werden vor allem eigene Aktien geboten, aber auch eine gewisse Barzahlung in Aussicht gestellt. MGM hatte bereits im vergangenen Jahr für Entain geboten und war abgeblitzt. Auch das aktuelle Gebot lehnten die Briten ab.

Titel des Wärmebildkamera-Spezialisten Flir Systems zogen dank der Annahme eines rund acht Milliarden Dollar schweren Übernahmeangebots des Mischkonzerns Teledyne um rund 19 Prozent auf 52,27 Dollar an. Dieses bewertet Flir Systems mit rechnerisch 56 Dollar je Aktie. Teledyne-Papiere verloren gut siebeneinhalb Prozent.

Der Euro präsentierte sich freundlich – nach einem Hoch seit April 2018 bei über 1,23 US-Dollar war die Gemeinschaftswährung im New Yorker Handel zuletzt noch 1,2243 Dollar wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,2296 (Donnerstag: 1,2271) Dollar festgesetzt und der Dollar hatte damit 0,8133 (0,8149) Euro gekostet.

US-Staatsanleihen drehten angesichts der Verluste an der Wall Street nach einem verhaltenen Start ins Plus: Der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) stieg zuletzt um 0,09 Prozent auf 138,15 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Anleihe lag bei 0,92 Prozent. (awp/mc/ps)

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