US-Schluss: Dow steigt um 1,4% auf 18’147 Punkte

New York – Ein überraschend starker Arbeitsmarktbericht hat die US-Aktienindizes am Freitag auf Rekordkurs getrieben. Der Dow Jones Industrial schloss 1,40 Prozent höher auf 18’146,74 Punkte. Dies ist für den Leitindex der US-Börsen der in diesem Jahr bislang höchste Schlussstand. Das Barometer hat inzwischen seine Verluste seit dem Brexit-Votum der Briten eindrucksvoll wettgemacht.

Der marktbreite S&P 500 ging mit einem Gewinn von 1,53 Prozent auf 2129,90 Punkte aus dem Handel. Auf Schlusskursbasis ist auch das ein neuer Rekord im Jahr 2016. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 legte um 1,54 Prozent auf 4528,36 Punkte zu.

Der US-Arbeitsmarkt habe mit 287 000 neu geschaffenen Stellen im Juni alle Erwartungen weit übertroffen, kommentierte Analyst Konstantin Oldenburger vom Broker CMC Markets. Ein robuster Jobmarkt und eine typisch amerikanische Aufbruchstimmung liessen daher die Indizes auf neue Höhen klettern, so der Experte. Es könnte sich nun trotz Brexit und einer unsicheren Zukunft für Europa eine neue Aktienrally ankündigen.

Die Erholung beim US-Stellenaufbau sorge für höhere Haushaltseinkommen und somit für einen steigenden Konsum – dieser sei der stärkste Wachstumstreiber in den USA, fasste Unicredit-Volkswirt Harm Bandholz zusammen. Die Befürchtungen eines breiteren Abschwungs im US-Arbeitsmarkt dürften daher gemindert werden.

Unter den Einzelwerten zogen zum Wochenschluss die Aktien von Gap um rund 5 Prozent an. Der Bekleidungseinzelhändler hatte mit seinen jüngsten Umsatzzahlen die Erwartungen der Analysten übertroffen. Goldman Sachs hob daraufhin das Kurziel von 18 auf 19 Dollar an.

Im Dow zählten Finanzwerte zu den grössten Gewinnern. Die Anteile der Kreditkartenfirmen American Express und Visa rückten um 2,81 beziehungsweise 2,56 Prozent vor. Goldman-Sachs-Papiere gewannen 2,30 Prozent.

Der Euro wurde durch die robusten US-Arbeitsmarktdaten belastet und im US-Handel zuletzt bei 1,1050 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1070 (Donnerstag: 1,1080) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete somit 0,9033 (0,9025) Euro. Richtungweisende zehnjährige US-Anleihen stiegen zuletzt um 9/32 Punkte auf 102 15/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,36 Prozent. (awp/mc/ps)

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