US-Schluss: Dow klettert 1,8% auf 24’875 Punkte

Boerse

New York – Die Hoffnung auf eine Entspannung im Handelskonflikt zwischen den USA und China hat an der Wall Street wieder für eine deutliche Erholung gesorgt. Nachdem zu Wochenbeginn noch die entsprechenden sorgenvollen Stimmen die Oberhand gewonnen hatten, zogen die wichtigsten Indizes nun am Dienstag deutlich an. US-Präsident Donald Trump hatte in einem Fernsehinterview einen «grossartigen Deal» mit der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt in Aussicht gestellt.

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial stieg um 1,77 Prozent auf 24’874,64 Punkte und machte damit seine am Montag erlittenen Verluste wieder wett. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 1,57 Prozent auf 2682,63 Punkte nach oben. Der technologielastige und konjunktursensible Auswahlindex Nasdaq 100 schaffte nach einem verhaltenen Start ein Plus von 1,43 Prozent auf 6810,12 Punkte.

Am Montag hatte die Kurse noch belastet, dass die US-Regierung laut der Nachrichtenagentur Bloomberg zusätzliche Zölle auf sämtliche importierte Waren aus China erwägt. Abhängig mache dies Präsident Donald Trump von einem geplanten Treffen am Rande des G20-Gipfels mit Chinas Staatschef Xi Jinping. Falls dieses scheitere, könnten Anfang Dezember neue Massnahmen ergriffen werden, hiess es unter Berufung auf drei namentlich nicht genannte Quellen, die mit den Vorgängen vertraut seien. Der Gipfel der führenden Industriestaaten und Schwellenländer (G20) findet vom 30. November bis zum 1. Dezember in Buenos Aires statt.

Unter den Einzelwerten an der Wall Street schnellten die Aktien von Under Armour mit einem Plus von 27,71 Prozent an die S&P-500-Spitze. Der durch zu schnelles Wachstum in die Krise gestürzte Sportartikelhersteller arbeitet sich wieder nach oben. Das operative Ergebnis des Adidas- und Nike-Rivalen liege deutlich über den Erwartungen, schrieb Analystin Alexandra Walvis von der US-Investmentbank Goldman Sachs.

Unter den Favoriten im Dow zogen die Papiere von Coca-Cola um 2,52 Prozent an. Der Getränkeriese profitiert weiter vom Schwenk zu weniger zuckerhaltigen Getränken. Je Aktie verdiente der Konzern auf vergleichbarer Basis 58 Cent und übertraf damit die Erwartungen der Wall Street.

Pfizer hingegen kürzte nach einem nur moderaten Umsatzanstieg im dritten Quartal abermals seine Wachstumsprognosen. Die Anteilscheine des Pharmakonzerns gaben um fast 1 Prozent nach.

Eine massive Abschreibung in der kriselnden Kraftwerksparte hatte dem angeschlagenen Industriekonzern und einstigem Dow-Mitglied General Electric (GE) einen herben Quartalsverlust eingebrockt. Sowohl das Ergebnis je Aktie im dritten Quartal als auch der Umsatz in der Sparte Industrial Solutions hätten unter seinen Erwartungen gelegen, schrieb Analyst Stephen Tusa von der US-Bank JPMorgan. Die Aktien büssten fast 9 Prozent auf 10,18 Dollar ein. Zeitweise waren sie sogar unter die Marke von 10 Dollar gefallen. Inzwischen notieren sie auf dem Niveau von 2009.

Der Euro neigte mit zuletzt gezahlten 1,1346 US-Dollar weiter zur Schwäche. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1372 (Montag: 1,1381) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8794 (0,8787) Euro gekostet. Am Markt für US-Staatsanleihen fielen richtungweisende zehnjährige Anleihen angesichts der Gewinne an der Wall Street um 7/32 Punkte auf 98 Punkte. Sie rentierten mit 3,113 Prozent. (awp/mc/ps)

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