US-Schluss: Dow Jones legt 0,58% auf 18’119,78 Punkte zu

New York – Zunehmender Optimismus hinsichtlich einer Einigung im Schuldenstreit Griechenlands mit den internationalen Geldgebern hat die Wall Street zum Wochenauftakt beflügelt. Der Dow Jones Industrial schloss am Montag mit einem Plus von 0,58 Prozent bei 18 119,78 Punkten. Der marktbreite S&P-500-Index gewann 0,61 Prozent auf 2122,85 Punkte. Der Nasdaq-Composite-Index kletterte um 0,72 Prozent auf 5153,97 Punkte nach oben, ein Rekordhoch auf Schlusskursbasis. Der Auswahlindex Nasdaq 100 rückte um 0,68 Prozent auf 4544,04 Punkte vor.

Im griechischen Schuldendrama keimte am Montag neue Hoffnung auf. Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras legte neue Vorschläge für harte Steuererhöhungen und Einsparungen vor, die von mehreren Seiten als gute Verhandlungsbasis gewertet wurden. «Ich gehe davon aus, dass wir diese Woche eine Einigung mit Griechenland finden werden. Das wird nicht einfach sein», sagte EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker. Die Massnahmen sollen in den kommenden eineinhalb Jahren fünf Milliarden Euro an Einsparungen einbringen.

In den USA waren die Verkäufe von Gebrauchtimmobilien im Mai stärker gestiegen als von Volkswirten erwartet. Zudem war der Rückgang im Vormonat geringer als prognostiziert ausgefallen. «Die Erholung am Immobilienmarkt setzt sich fort», kommentierte Helaba-Volkswirt Ulrich Wortberg. Die Verkaufszahlen lägen zwar noch immer deutlich unterhalb der Zeiten des Immobilienbooms zwischen 2004 und 2007, näherten sich aber den «normalen» Werten zur Jahrtausendwende an.

Unter den US-Einzelwerten standen wie in der Vorwoche Übernahme-Spekulationen im Fokus. Der Krankenversicherer Anthem buhlt unverändert um den Konkurrenten Cigna . Dessen Aktionären winkt eine Offerte über 185 Dollar je Aktie und damit rund ein Fünftel mehr als das Papier nach der jüngsten Börsenrally zuletzt kostete. Damit wird das Unternehmen mit rund 54 Milliarden Dollar bewertet. Cigna lehnt das Angebot, das zu etwa zwei Dritteln in bar und einem Drittel in eigenen Aktien besteht, allerdings ab. Die Aktien des Konzerns zogen dennoch um 4,73 Prozent an. Für die Papiere von Anthem ging es um 3,88 Prozent nach oben.

Dagegen fielen die Aktien von Humana um 6,11 Prozent ins Minus und waren damit Schlusslicht im S&P-500-Index. Der Gesundheitsdienstleister, an dem Branchenexperten zufolge kürzlich noch Anthem und Cigna interessiert gewesen sein sollen, steht nun fast ohne Kaufinteressenten da. Dies könnte den Krankenversicherer Aetna auf den Plan rufen, der mangels Übernahmekonkurrenz billiger als befürchtet zum Zuge kommen könnte. Aetna-Papiere legten um 3,21 Prozent zu.

Der texanische Finanzinvestor Lone Star Funds will den börsennotierten Immobilienfonds Home Properties schlucken. Die Parteien gaben am Montag eine grundsätzliche Einigung bekannt. Lone Star bietet 75,23 US-Dollar in bar pro Anteilsschein. Einschliesslich Schuldenübernahme habe der Deal einen Wert von etwa 7,6 Milliarden Dollar, ohne dürfte sich das Volumen auf etwa 4,4 Milliarden belaufen. Die Titel von Home Properties verteuerten sich um 1,76 Prozent.

Zudem steht der Erdgas-Verarbeiter Williams im Mittelpunkt einer Übernahmeauseinandersetzung. Pipeline-Magnat Kelcy Warren will Williams für insgesamt 53 Milliarden Dollar kaufen. Williams-Anleger freuten sich: Die Anteilsscheine sprangen um fast 26 Prozent an. Der Konzern hatte das Angebot am Sonntag allerdings zurückgewiesen. (awp/mc/upd/pg)

Exit mobile version