US-Schluss: Dow Jones gibt 0,1% auf 19’820 Punkte ab

Boerse

New York – An den US-Börsen ist am Donnerstag ein sehr ruhiger Handelstag zu Ende gegangen. Wegweisende Impulse für die Wall Street fehlten. Die Schwankungen verliefen in engen Grenzen bei zugleich geringen Umsätzen.

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial schloss kaum verändert mit minus 0,07 Prozent auf 19 819,78 Punkten, nachdem er am Vortag gut ein halbes Prozent verloren hatte. Es scheint, als hätten die Anleger vorerst das Interesse verloren, den Dow über die psychologische Marke von 20 000 Punkten zu treiben, die seit Mitte Dezember immer wieder im Fokus steht.

Der S&P 500 verlor 0,03 Prozent auf 2249,26 Punkte und der technologielastige Nasdaq 100 büsste 0,16 Prozent auf 4918,28 Punkte ein. Am Dienstag, dem ersten Handelstag nach dem verlängerten Weihnachtswochenende, hatte er bei rund 4992 Zählern noch ein Rekordhoch erreicht.

Die minimal schwächelnden Ölpreise und aktuelle Konjunkturdaten lieferten kaum Impulse. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe waren in der vergangenen Woche wie vorhergesagt um 10 000 auf 265 000 zurückgegangen. Die Rohöllagerbestände waren in der vergangenen Woche überraschend gestiegen, während die Vorräte an Destillaten (Heizöl, Diesel) zugleich gesunken waren. Die US-Ölproduktion war um 0,2 Prozent zurückgegangen.

Unter den Einzelwerten gewannen die Aktien von Verizon als Spitzenwert im Dow 0,56 Prozent. Die beiden Grossbanken JPMorgan (-0,71%) und Goldman Sachs (-1,03%) zählten dagegen zu den schwächsten Werten.

Einen Kurssturz von etwas mehr als 57 Prozent mussten die an der Nasdaq notierten Anteilscheine von Cempra verkraften. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hatte den Antrag des Antibiotika-Herstellers auf Marktzulassung für das Antibiotikum Solithromycin gegen Infektionen mit multiresistenten Bakterien in der aktuellen Form abgelehnt.

Die Papiere von Sears Holdings sprangen hingegen an der Nasdaq um zehn Prozent nach oben. Der Handelskonzern erhielt eine Kreditzusage über 200 Millionen US-Dollar von seinem grössten Investor, dem Hedgefondsmanager Eddie Lampert. Die Finanzspritze soll die Aktionäre bei Laune halten. Sie ist zur Finanzierung des schwächelnden operativen Geschäfts gedacht und könnte bis auf 500 Millionen Dollar ausgeweitet werden.

Die Papiere von Mobileye, eines in Jerusalem ansässigen Herstellers von Fahrerassistenzsystemen, sprangen um knapp zehn Prozent nach oben. Der Entwickler von cloudbasierten Kartendiensten HERE und Mobileye wollen künftig strategisch im Bereich Autonomes Fahren und Mobilität im Allgemeinen zusammenarbeiten.

Der Eurokurs erholte sich im US-Handel weiter und stieg wieder in Richtung der Marke von 1,05 US-Dollar, unter er Mitte Dezember nach dem Zinsschritt der US-Notenbank Fed gefallen war. Zur Schlussglocke an der Wall Street wurde sie zu 1,0485 Dollar gehandelt. Am Mittwoch war der Eurokurs noch bis unter die Marke von 1,04 Dollar gefallen. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,0453 (Mittwoch: 1,0401) Dollar festgesetzt. Am US-Rentenmarkt gewannen richtungweisende zehnjährige Staatsanleihen 9/32 Punkte auf 95 27/32 Punkte und rentierten mit 2,48 Prozent. (awp/mc/pg)

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