US-Schluss: Kursen geht der Schwung aus

Boerse

New York – An der Wall Street ist den Aktienkursen nach den jüngsten Gewinnen der Schwung ausgegangen. Zum Handelsschluss verbuchte der Dow Jones Industrial ein mickriges Plus von 0,03 Prozent auf 25 709,94 Punkte. Der marktbreite S&P 500 sank um 0,09 Prozent auf 2808,48 Punkte, und für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 0,19 Prozent auf 7243,01 Zähler nach unten.

Die jüngsten Konjunkturdaten enttäuschten überwiegend und gaben den Kursen damit keinen Halt. Die Zahl der verkauften Neubauten war im Januar überraschend gesunken, während die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stärker als erwartet zulegten. Dazu gingen die Preise von in die USA importierten Gütern im Februar erneut zurück, allerdings schwächer als im Januar.

Zudem hiess es aus Insiderkreisen, dass US-Präsident Donald Trump und sein chinesischer Amtskollege Xi Jinping in Sachen Handelsstreit nicht mehr in diesem Monat zusammenkommen werden. Ein Treffen werde voraussichtlich frühestens im April stattfinden, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg und berief sich dabei auf drei namentlich nicht genannte Personen, die mit der Sache vertraut seien. Zuvor hatten Vertreter beider Länder von Fortschritten bei den Gesprächen zur Beilegung des Konflikts gesprochen. Der Wirtschaftsberater des US-Präsidenten, Larry Kudlow, hatte am Wochenende eine Einigung bis April für möglich gehalten.

Unter den Einzelwerten an der Wall Street blieben Boeing-Aktien im Fokus, die sich letztlich mit einem Minus von rund einem Prozent unter den grössten Verlierern im Dow wiederfanden. Sie knüpften damit an ihre deutlichen Verluste vom Montag und Dienstag an, nachdem sie sich zur Wochenmitte noch etwas stabilisiert hatten. Nach dem zweiten Absturz einer Boeing 737 Max 8 hatten viele Länder und Airlines Flüge mit Maschinen diesen Typs untersagt beziehungsweise gestoppt – am Mittwoch hatte Trump ein Flugverbot für die USA verfügt.

Die Anteilsscheine der Warenhauskette Dollar General sackten aufgrund schwacher Geschäftszahlen um siebeneinhalb Prozent ab.

Dagegen legten General Electric (GE) um knapp drei Prozent zu. Der Industriekonzern enttäuschte die Anleger zwar mit seiner Prognose für das diesjährige Ergebnis je Aktie. Doch ab 2020 stellt der neue Unternehmenschef Larry Culp eine Erholung des Cashflows in Aussicht, der im laufenden Jahr noch negativ ausfallen soll.

Der Euro zollte seinen jüngsten Gewinnen etwas Tribut. Dass das britische Parlament zwei Wochen vor dem geplanten Brexit für eine Verschiebung des EU-Austritts stimmte, war erwartet worden. Entsprechend zeigte sich der Euro davon kaum bewegt. Im New Yorker Handel kostete die Gemeinschaftswährung zuletzt 1,1302 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1295 (Mittwoch: 1,1303) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,8854 (0,8847) Euro gekostet.

Richtungsweisende zehnjährige US-Staatsanleihen verloren 1/32 Punkt auf 99 31/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,63 Prozent. (awp/mc/pg)

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