US-Schluss: Marathon der Rekorde leicht aus dem Tritt

Boerse

New York – Die US-Börsen haben am Dienstag im Handelsverlauf ihre zum Wochenstart erreichten Rekordhochs übertroffen. Die Anleger schreckten dann allerdings vor der eigenen Courage zurück, zumal der US-Dollar infolge des Nordkorea-Konflikts deutlich Auftrieb erhielt und schwache Industriedaten aus Deutschland zusätzlich den Eurokurs belasteten. Ein starker Greenback kann den Absatz von US-Waren ins Ausland erschweren.

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial , der im frühen Handel erstmals die Marke von 23’600 Punkten übersprungen hatte, legte wie schon am Montag um 0,04 Prozent zu. Damit schloss er nun auf 23’557,23 Punkten. Insgesamt fehlten nach einer ereignisreichen Vorwoche richtungweisende Impulse. Weder standen wichtige Konjunkturdaten noch Quartalsberichte bedeutender US-Konzerne auf der Agenda.

Der S&P 500 , der zum Börsenstart ebenfalls eine Bestmarke erreicht hatte, beendete den Tag 0,02 Prozent tiefer bei 2590,64 Zählern. Auch Nasdaq 100 und der breite Nasdaq Composite hatten sich zunächst in Rekordhöhe aufgeschwungen. Letztlich ging der Nasdaq-Auswahlindex 100 mit einem Plus von 0,11 Prozent auf 6320,78 Punkten aus dem Handel.

Im Dow bauten die Aktien von Walt Disney ihre zweiprozentigen Vortagesgewinne weiter aus und stiegen um 0,96 Prozent. An der Nasdaq legten die A-Aktien des Unterhaltungsriesen 21st Century Fox um 1,09 Prozent zu. Wie der Finanzsender CNBC am Montag unter Berufung auf eingeweihte Kreise berichtet hatte, gab es zwischen Fox und dem Rivalen Walt Disney Verhandlungen über den Verkauf grosser Fox-Konzernteile. Die Fox-Aktien waren zu Wochenbeginn daraufhin um rund 10 Prozent hochgesprungen.

Schlusslicht an der Nasdaq waren die Anteile von Tripadvisor , die um gut 23 Prozent einbrachen. Die Papiere des Konkurrenten Priceline folgten mit minus 13,5 Prozent. Das Internet-Reiseportal Tripadvisor hatte im dritten Quartal bei den Erlösen enttäuscht und rechnet zudem für das Gesamtjahr nicht mit einem beschleunigten Wachstum des auf Online-Transaktionen basierenden Umsatzes. Priceline enttäuschte vor allem mit Aussagen zum erwarteten Gewinn im vierten Quartal. Die Aktien des Wettbewerbers Expedia gaben um knapp 3 Prozent nach. Expedia hatte Ende Oktober mit seinen Quartalszahlen ebenfalls enttäuscht und war dafür von den Anlegern schwer abgestraft worden.

Die Papiere des iPhone-Herstellers Apple und des Internethändlers Amazon machten dagegen ihren Anlegern weiter Freude. Apple erreichten bei 175,25 Dollar ein Rekordhoch und Amazon bei 1130,60 Dollar.

Am US-Rentenmarkt legten zehnjährige Staatsanleihen um 3/32 Punkte auf 99 16/32 Punkte zu und rentierten mit 2,30 Prozent. Der Kurs des Euro blieb im US-Handel weiter unter der Marke von 1,16 Dollar und notierte zur Schlussglocke an der Wall Street bei 1,1588 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1562 (Montag: 1,1590) Dollar festgesetzt. (awp/mc/pg)

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