US-Schluss: Dow rückt 0,4% auf 25’019 Punkte vor

Boerse

New York – Die US-Aktienmärkte haben nach ihrer jüngst überwiegend guten Kursentwicklung am Freitag nochmals moderat zugelegt. Weder die wenigen, überwiegend negativ aufgenommenen Unternehmensnachrichten noch der weiter schwelende Handelskonflikt konnten sie ganz ausbremsen. Von Konjunkturdaten gingen erneut keine Impulse aus.

Der Dow Jones Industrial schloss 0,38 Prozent höher bei 25’019,41 Punkten und schaffte es damit erstmals seit Mitte Juni wieder über die viel beachtete, runde Marke. Auf Wochensicht verbuchte der New Yorker Leitindex damit ein klares Plus von 2,3 Prozent an. Der marktbreite S&P 500 schaffte am Freitag einen Kursanstieg von 0,11 Prozent auf 2801,31 Punkte.

Für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 ging es nach einer erneuten Bestmarke bei 7387,74 Punkten letztlich um 0,13 Prozent auf 7375,82 Punkte nach oben. Ihm halfen die Rekordstände einiger Schwergewichte wie der Google-Mutter Alphabet, des Internethändlers Amazon, des Softwareriesen Microsoft und des Online-Netzwerks Facebook.

Im Fokus standen die Geschäftszahlen einiger Banken. Obwohl der grösste US-Vertreter JPMorgan seine Gewinne und Erträge im zweiten Quartal überraschend stark gesteigert hatte, sanken die Aktien um 0,46 Prozent. Offensichtlich goutierten die Anleger die Einschätzung von Unternehmenschef Jamie Dimon nicht, dass die Geschäfte in der zweiten Jahreshälfte unter dem zunehmenden Handelskonflikt leiden könnten.

Schlimmer als dem Branchenprimus erging es den Konkurrenten Citigroup und Wells Fargo, deren Titel 2,20 beziehungsweise 1,20 Prozent einbüssten. Dabei hatte auch die Citigroup mit ihrem Gewinnsprung positiv überrascht. Allerdings enttäuschten die Erträge im Anleihegeschäft. Wells Fargo musste sogar einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen. Nach verschiedenen Skandalen wegen dubioser Geschäftspraktiken kämpft das Unternehmen mit Image-Problemen und hatte zuletzt viel Ärger mit den Behörden.

Die US-Regierung gibt derweil ihren Widerstand gegen die Übernahme des Medienkonzerns Time Warner durch den Telekomriesen AT&T nicht auf. Nachdem eine Kartellrechtsklage gescheitert und die Transaktion vollzogen worden war, kündigte das Justizministerium nun Berufung gegen das Urteil an. Die Aktien von AT&T gingen 1,74 Prozent schwächer aus dem Handel.

Die Anteilscheine von Netzwerk-Spezialisten litten unter einem Bericht, dem zufolge der Online-Handelsriese Amazon darüber nachdenkt, selbst sogenannte Switches zu verkaufen. So sackten Cisco und Juniper Networks um 4,13 beziehungsweise 2,28 Prozent ab. Amazon legten hingegen um 0,91 Prozent zu.

Am US-Rentenmarkt gewannen richtungweisende zehnjährige Staatsanleihen 5/32 Punkte auf 100 13/32 Punkte und rentierten mit 2,83 Prozent. Der Euro stabilisierte sich nach zeitweisen Verlusten im New Yorker Handel bei 1,1685 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1643 (Donnerstag: 1,1658) Dollar festgesetzt; der Dollar kostete damit 0,8589 (0,8578) Euro. (awp/mc/ps)

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