US-Schluss: Dow klettert 0,5% auf 20’504 Punkte

Boerse

New York – Nach einem zögerlichen Start hat die Wall Street am Dienstag ihre Rekordjagd fortgesetzt. Der Dow Jones Industrial überwand erstmals in seiner Geschichte die Marke von 20’500 Punkten und stieg am Ende um 0,45 Prozent auf eine Bestmarke von 20’504,41 Punkten. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,40 Prozent auf 2337,58 Punkte nach oben und der technologiewertelastige Auswahlindex Nasdaq 100 gewann 0,27 Prozent auf 5271,07 Zähler. Beide Indizes schafften es im Verlauf ebenfalls auf bis dato nicht erreichte Höhen.

Zuletzt hatten vage Steuerversprechen des neuen US-Präsidenten Donald Trump sowie positiv gewertete Kontakte mit den wichtigen Handelspartnern China, Japan und Kanada den Rekordlauf der Wall Street befeuert.

Am Dienstag stand nun die Geldpolitik der Fed mit einem Auftritt der US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen vor Teilen des US-Kongresses im Fokus. Sie signalisierte erneut weitere Leitzinsanhebungen. Zu lange mit Zinserhöhungen zu warten, könnte unklug seien, sagte sie.

Der Kurs des US-Dollar legte daraufhin stark zu, der Eurokurs fiel im Gegenzug. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,0577 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0623 US-Dollar festgesetzt. Auch die Kurse von US-Staatsanleihen gerieten nach den Yellen-Äusserungen unter Druck. Richtungweisende zehnjährige Papiere fielen um 10/32 Punkte auf 98 01/32 Punkte. Ihre Rendite stieg auf 2,47 Prozent.

Unter den Favoriten im Dow Jones waren die Aktien des iPhone-Herstellers Apple, die ihren guten Lauf mit dem Erreichen eines Rekordhochs fortsetzten. Sie schlossen mit einem Plus von 1,30 Prozent auf 135,02 Dollar knapp darunter.

Bei den Aktien der US-Investmentbank Goldman Sachs reichte es noch nicht ganz zu einer Bestmarke. Sie legten um 1,30 Prozent auf 249,46 Dollar zu. Bis zum Rekordwert aus den Zeiten vor der schweren Finanzkrise fehlt damit aber nur noch etwas mehr als 1 Dollar.

Für Aufsehen sorgten zudem Gespräche in der Autobranche: Die französische Peugeot-Mutter PSA verhandelt mit General Motors (GM) über den deutschen Autobauer Opel und dessen britische Schwestermarke Vauxhall. Dies bestätigte ein PSA-Sprecher. Opel war auch im vergangenen Jahr nicht wie geplant aus den roten Zahlen herausgekommen. An der Börse kamen die Pläne entsprechend gut an – die GM-Papiere stiegen um fast 5 Prozent.

Papiere von T-Mobile US gewannen nach der Bekanntgabe von Geschäftszahlen mehr als 1 Prozent, nachdem sie am Vortag noch deutlich unter Befürchtungen eines zunehmenden Wettbewerbsdruck gelitten hatten. Der Wachstumstreiber der Deutschen Telekom hatte 2016 doppelt so viel Überschuss erwirtschaftet wie ein Jahr zuvor. Mit dem Ausblick war das Unternehmen schon fast traditionell vorsichtig. (awp/mc/upd/ps)

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