US-Schluss: Dow legt um 0,2% zu, Nasdaq um 1,0%

Boerse

New York – Angetrieben von der Technologiebranche hat sich die Rekordrally an den US-Börsen am Mittwoch fortgesetzt. Nach der vorläufigen Einigung zwischen den USA und Mexiko, das nordamerikanische Freihandelsabkommen zu überarbeiten, gab sich inzwischen auch Kanada zuversichtlich. Das schürte Hoffnungen über weitere bevorstehende Übereinkommen bei den diversen Handelsstreitigkeiten der USA mit anderen Staaten, hiess es von Börsianern. Im Fokus steht auch die immer noch ungelöste Zollauseinandersetzung mit China.

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial legte nach einem anfänglich recht unbewegten Verlauf letztlich um 0,23 Prozent auf 26 124,57 Punkte zu. Sein Ende Januar erreichtes Rekordhoch ist inzwischen keine 500 Punkte mehr entfernt.

Den dritten Rekordlauf in Folge absolvierten hingegen die anderen drei Indizes: Der marktbreite S&P 500 kletterte um 0,57 Prozent auf 2914,04 Punkte. An der Nasdaq ging es für den Composite-Index um 0,99 Prozent auf 8109,69 Punkte hoch. Noch eifriger erklomm der Auswahlindex Nasdaq 100 Bestmarken. Erstmals in seiner Geschichte überwand er dabei die Marke von 7600 Punkten und schloss letztlich 1,19 Prozent höher bei 7660,18 Zählern.

Die gemischt ausgefallenen Konjunkturdaten an diesem Tag lieferten allerdings kaum Impulse. So war die Wirtschaft der USA im zweiten Quartal mit auf das Jahr hochgerechnet 4,2 Prozent noch etwas stärker als in der ersten Schätzung festgestellt gewachsen. Die Zahl der noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe war im Juli indes überraschend gefallen. Hier sprachen Beobachter von einem teilweise überhitzten Markt.

Unter den Einzelwerten standen die Rekordläufe der Aktien von Amazon , Apple und Microsoft im Blick. Als einer der stärksten Werte im Nasdaq-Auswahlindex stiegen Amazon um 3,4 Prozent auf 1998,10 Dollar. Angefeuert wurden sie von einer Studie der Bank Morgan Stanley.

Analyst Brian Nowak hatte sein Kursziel auf 2500 US-Dollar angehoben und sein «Overweight»-Votum bestätigt. Ein höheres Kursziel als er hat derzeit kein anderer Experte. Dank rasant wachsender Umsatzmargen kann der Internethändler laut Novak weiter investieren und gleichzeitig höhere Gewinne erwirtschaften. Mit Spannung wartet der Markt bereits darauf, wann Amazon die Billionen-Dollar-Schwelle knackt, wie zuletzt der iPhone-Hersteller Apple. Bei einem Kurs von etwas über 2050 Dollar wäre es soweit.

Auch die Apple-Papiere setzten ihren Höhenflug fort und stiegen um 1,5 Prozent auf 222,98 Dollar. Damit waren sie zweitstärkster Wert im Dow nach Microsoft. Die Aktien des Software-Riesen legten um 1,6 Prozent auf 112,02 Dollar zu.

Mit Quartalszahlen und Aussagen zum Gesamtgeschäftsjahr standen der IT-Konzern Hewlett Packard Enterprise (HPE) und der Sportwarenhändler Dick’s Sporting Goods im Blick. HPE gab einen etwas optimistischeren Unternehmensausblick, was die Papiere zeitweise um 5 Prozent nach oben schob. Letztlich jedoch büssten sie dann 0,2 Prozent ein.

Dick’s enttäuschte mit seiner Umsatzentwicklung im abgelaufenen Quartal deutlich. Der Aktienkurs, der zeitweise um 10 Prozent eingebrochen war, erholte sich bis Handelsschluss auf minus 2,2 Prozent.

Am US-Rentenmarkt stiegen richtungweisende 10-jährige Staatsanleihen um 1/32 Punkt auf 99 30/32 Punkte und rentierten mit 2,84 Prozent. Der Eurokurs bewegte sich im US-Handel nur wenig und pendelte um die Marke von 1,17 Dollar, die er kurz nach Börsenbeginn an der Wall Street wieder erreicht hatte. Zur Schlussglocke am US-Aktienmarkt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1703 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1660 (Dienstag: 1,1710) Dollar festgesetzt. Ein US-Dollar hatte damit 0,8576 (0,8540) Euro gekostet. (awp/mc/pg)

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