US-Schluss: S&P 500 schafft Rekordhoch – Nike springen an

Boerse

New York – Die Standardwerte-Indizes an der Wall Street haben am Freitag ihre jüngsten Gewinne ausgebaut. Der den breiten Markt abbildende S&P 500 erreichte sogar ein weiteres Rekordhoch und profitierte dabei unter andrem von einem rasanten Kursanstieg bei den Aktien von Nike . Der Sportartikelhersteller hatte überraschend starke Quartalszahlen vorgelegt. Positiv wirkten zudem weiterhin die zuletzt im Ringen um gross angelegte Investitionen in die amerikanische Infrastruktur erzielten Fortschritte, die als Anzeichen für eine anziehende Konjunktur in den USA gewertet wurden.

Der S&P 500 legte um 0,33 Prozent auf 4280,70 Punkte zu. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial stieg um 0,69 Prozent auf 34’433,84 Punkte. Auf Wochensicht ergibt sich ein Plus von 3,44 Prozent. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es am Freitag um 0,14 Prozent auf 14’345,18 Punkte nach unten. Er hatte tags zuvor eine Bestmarke erreicht.

Nike profitiert kräftig vom Ende vieler Corona-Beschränkungen in den USA. Nachdem der Sportartikelhersteller das vergangene Quartal unerwartet stark abgeschlossen hatte, gibt sich die Konzernspitze auch mittelfristig optimistisch. Die Anteilscheine schnellten auf ein Rekordhoch und zogen am Ende als unangefochtener Favorit im Dow um 15,5 Prozent an.

Dagegen sackten die Papiere von Fedex als Schlusslicht im S&P 500 um fast vier Prozent ab. Für die von dem Logistiker vorgelegten Zahlen zum vierten Geschäftsquartal gab es zwar positives Feedback, als Belastung empfanden Händler aber den Ausblick auf das neue Geschäftsjahr, der laut einem Börsianer die Erwartungen wegen höherer Lohnkosten und einer niedriger als gedachten Produktivität verfehlte.

Die Tesla-Aktien büssten anfängliche Gewinne ein und gaben am Ende um gut ein Prozent nach. Der japanische Elektronikkonzern Panasonic hatte sein milliardenschweres Aktienpaket am Elektroautobauer und Batteriepartner zu Geld gemacht. Die Partnerschaft mit Tesla bleibt aber bestehen. Die Firmen betreiben zusammen Teslas Batterie-Gigafabrik im US-Bundesstaat Nevada.

Um knapp 39 Prozent schossen die Papiere von Virgin Galactic nach oben. Wie das Raumfahrtunternehmen berichtete, hat die US-Luftfahrtbehörde dessen Frachtlizenz für die kommerzielle Raumfahrt aktualisiert. Dies ermögliche es Virgin Galactic, Kunden ins All zu fliegen.

Grossbanken in den USA müssen derweil ihr Geld nicht weiter zusammenhalten. Die US-Notenbank Federal Reserve hält das angesichts der starken finanziellen Lage der Institute nicht mehr für nötig. Zuvor hatten sich die Banken angesichts der ungewissen Aussichten wegen der Corona-Pandemie an weitreichende Auflagen zur Schonung der Kapitalausstattung halten müssen.

Nun rechnen Experten mit einer einer Fülle von Ankündigungen über Dividendenanhebungen und Aktienrückkäufe. Vor diesem Hintergrund gewannen die Anteilscheine von JPMorgan ein Prozent und die der Bank of America rund zwei Prozent.

Der Kurs des Euro büsste anfängliche Gewinne ein und wurde zuletzt bei 1,1937 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1950 (Donnerstag: 1,1936) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8368 (0,8378) Euro.

Der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) fiel um 0,11 Prozent auf 131,95 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Anleihen betrug 1,52 Prozent. (awp/mc/ps)

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