US-Eröffnung: Wenig Bewegung – Nahost-Krieg und KI im Fokus

Börse

(KI-generiert)

New York – Nach dem trüben Wochenauftakt haben die Anleger an den US-Börsen am Dienstag vorsichtig agiert. Vor dem Arbeitsmarktbericht am Freitag und mangels konkreter Verhandlungsfortschritte im Nahost-Krieg bewegten sich die wichtigsten Indizes kaum.

Der Dow Jones Industrial sank im frühen Handel um 0,3 Prozent auf 51.305 Punkte. Der marktbreite S&P 500 gab geringfügig auf 7.679 Zähler nach. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,4 Prozent auf 30.393 Punkte aufwärts.

Die Verhandlungen mit den USA über die Strasse von Hormus gehen nach Worten des iranischen Aussenministers weiter. In dem festgefahrenen Konflikt versuche aktuell der Golfstaat Katar eine Lösung zu finden, sagte Abbas Araghtschi laut seinem Ministerium in New York. Die Öllieferungen durch die umkämpfte Meeresstrasse nehmen zu. Immer wieder gibt es aber auch Berichte über den Beschuss von Schiffen.

Im Fokus steht neben dem Nahen Osten einmal mehr das Boom-Thema Künstliche Intelligenz (KI). Bei einem Kreisen zufolge geplanten KI-Gipfeltreffen im Weissen Haus sollen führende Branchenvertreter darüber diskutieren, wie der richtige Weg zwischen Innovation und Kontrolle aussieht. An dem Termin nehmen neben US-Präsident Donald Trump und dem Sprecher des Repräsentantenhauses Mike Johnson auch der Tech-Visionär Elon Musk, der Präsident des KI-Vorreiters OpenAI sowie die Chefs des Chipriesen Nvidia und des OpenAI-Rivalen Anthropic teil.

Anthropic sorgte ausserdem für Neuigkeiten in puncto Börsengang, der zuletzt in der Schwebe war. Berichten zufolge strebt das Unternehmen eine Bewertung von über zwei Billionen US-Dollar an, was den bisherigen Rekordhalter SpaceX überbieten würde. Laut der Landesbank Baden-Württemberg sind aber besonders die für die kommenden Jahre geplanten KI-Infrastrukturausgaben mit 518 Milliarden Dollar «exorbitant» hoch.

Die Aktien von Nvidia legten um 0,6 Prozent zu. Sie hatten am Montag nach der angekündigten, massiven Aufstockung von Aktienrückkäufen den Gewinnmitnahmen im Sektor getrotzt.

«Trotz der zuletzt aufgekommenen Zweifel an Wachstum, Investitionen und Bewertungen bleibt die KI-Story für viele Investoren attraktiv», schrieb Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. «Die ersten Risse sind sichtbar, aber die Story ist noch lange nicht gebrochen. Solange die Anleger an die langfristigen Wachstumsperspektiven glauben, werden Rücksetzer bei den entsprechenden Aktien weiterhin auch als Kaufgelegenheiten gesehen.»

Die Anteilscheine von AMD stiegen um 1,6 Prozent. Der Chipkonzern gibt im Wettstreit mit Branchenführer Nvidia mehr als acht Milliarden Dollar für das Start-up einer KI-Pionierin aus. Um Technik für die nächste Generation Künstlicher Intelligenz zu bauen, müsse man tiefgründig verstehen, wie sich die KI-Modelle entwickelten, begründete AMD-Chefin Lisa Su die Übernahme der Firma World Labs. Deren Gründerin Fei-Fei Li wird Chefwissenschaftlerin von AMD.

Beim Chipkonzern Micron verteilten die Anleger schon Vorschuss-Lorbeeren für die am Mittwoch nachbörslich anstehenden Quartalszahlen: Die Aktien zogen um 1,7 Prozent an.

Unter den besten Werten im S&P 500 zogen die Anteilscheine von Carnival nach einer Prognoseerhöhung um gut zwölf Prozent an. Die Nachfrage nach Kreuzfahrten habe im Laufe des Quartals einen historischen Höchststand erreicht, hiess es. (awp/mc/ps)

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