US-Eröffnung: Gewinne – Konjunkturdaten und Irland-Berichte

New York – Die wichtigsten US-Börsen haben am Montag moderat zugelegt. Laut Marktbeobachtern profitierten sie von positiven Konjunkturdaten, aber auch von Berichten, denen zufolge die angeschlagenen irischen Banken mit weniger EU-Geld auskommen könnten als teilweise am Markt vermutet. Unvermindert halten indes die Sorgen um den Nahen Osten und vor der Nuklearkrise in Japan an.

Im frühen Handel legte der US-Leitindex Dow Jones Industrial um 0,21 Prozent auf 12.246,24 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,22 Prozent auf 1.316,63 Punkte. Für den Nasdaq Composite ging es um 0,17 Prozent nach oben auf 2.747,79 Zähler. Der Auswahlindex Nasdaq 100 rückte um 0,15 Prozent vor auf 2.319,72 Punkte.

Die Wirtschaftsdaten aus den USA fielen besser als erwartet aus. So stiegen im Februar die persönlichen Ausgaben etwas stärker als prognostiziert und auch die nicht abgeschlossenen Hausverkäufe legten stärker als erwartet zu. Zudem hiess es in Zeitungsberichten, dass Irland mit Hilfsgeldern von maximal 35 Milliarden Euro klarkommen werde.

Im Dow Jones waren die Aktien von AT&T nach einer Hochstufung auf «Outperform» durch die Vermögensverwaltung Robert W. Baird stärkster Wert mit plus 1,70 Prozent auf 29,34 US-Dollar. Ausserhalb der grossen Indizes gewannen die Papiere von Eastman Kodak 12,35 Prozent auf 3,82 Dollar. Händler verwiesen darauf, dass die International Trade Commission (ITC) eine von Eastman Kodak eingereichte Beschwerde wegen Patentrechtsverletzung gegen die Smartphone-Hersteller Research In Motion (RIM) und Apple prüfen werde. Ein Gremium der US-Handelsbehörde hatte zuvor eine im Januar getroffene vorläufige Entscheidung verworfen, in der es hiess, dass keine Patentrechtsverletzung vorliege. Sollte Kodak recht bekommen, dann könnte dies dem Unternehmen hunderte Millionen an Lizenzgebühren einbringen, hiess es am Markt. Während die Papiere von Apple davon unbeeindruckt um 0,7 Prozent stiegen, gaben die von RIM um 0,8 Prozent nach.

Die Anteilsscheine von Ebay waren mit minus 3,33 Prozent auf 30,64 Dollar schwächster Wert im Nasdaq 100. Sie litten unter der Ankündigung einer Übernahme. Die Internet-Verkaufsplattform will den E-Commerce-Spezialisten GSI Commerce für rund 2,4 Milliarden US-Dollar übernehmen. Pro Aktie des an der Nasdaq notierten US-Unternehmens würden 29,25 Dollar gezahlt, teilte Ebay mit. Das Geschäft solle mit eigenen Barmitteln sowie über Schulden finanziert werden und werde voraussichtlich im dritten Quartal dieses Jahres abgeschlossen sein. GSI Commerce schossen um 50,98 Prozent auf 29,26 Dollar hoch.

Nvidia gewannen an der Nasdaq-100-Spitze 3,97 Prozent auf 19,37 Dollar. Die Titel des Chipherstellers erholten sich von ihrem kräftigen Kurssturz um rund 20 Prozent seit März, nachdem Apple sein Tablet iPad 2 vorgestellt hatte und Sorgen aufgekommen waren, dass das Konkurrenzprodukt Motorola Yoom, in dem Nvidia-Prozessoren eingebaut sind, aufgrund der Popularität des iPad 2 leiden könnte. (awp/mc/upd/ps)

NASDAQ

NYSE

Exit mobile version