adidas will Umsatz in Asien bis 2008 verdoppeln

Potenzial sieht Hainer für die Marke mit den drei Streifen vor allem in China. Das chinesische Olympia-Team wird 2008 in adidas-Schuhen und -Kleidung auf Medaillenjagd gehen und soll den Bekanntheitsgrad von adidas im «Reich der Mitte» weiter steigern. Hier soll 2010 erstmals die Umsatzgrenze von einer Milliarde Euro geknackt werden. In Japan – dem mit Abstand wichtigsten Markt in Asien – sieht sich adidas in diesem Jahr bei Umsatz und Marktanteil als Nummer eins.


Prognosen bestätigt


Der Vorstandschef bestätigte ausserdem die Prognosen für dieses Jahr. Der Konzerngewinn werde 2005 um 20 Prozent zulegen. Der Umsatz solle «im mittleren bis hohen einstelligen Bereich» wachsen. Die Fussball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland werde bereits in diesem Jahr für Wachstumsimpuls e sorgen, sagte Hainer. Erste Produkte sind bereits auf dem Markt.


Eine Milliarde Euro für den Fussball


Der Umsatz mit Fussballprodukten soll 2006 dank der WM erstmals die Marke von einer Milliarde Euro überschreiten, sagte Marketingchef Erich Stamminger und wiederholte damit frühere Prognosen. 2004 hatte die Europameisterschaft in Portugal die Fussball-Erlöse auf die Rekordhöhe von mehr als 900 Millionen Euro getrieben. In Deutschland soll der Fussball-Marktanteil von zuletzt 47 auf 50 Prozent steigen. Der weltweite Marktanteil von derzeit 35 Prozent soll ebenfalls klettern. Stamminger kündigte zur WM die grösste Markenkampagne in der Geschichte des Unternehmens an. adidas ist bei dem Weltturnier Partner des Fussball-Weltverbandes FIFA und Ausrüster von Gastgeber Deutschland.

Wachstum in Nordamerika durch Reebockübernahme


Wachstum erhofft sich das Unternehmen ausserdem in Nordamerika. In den vergangenen vier Quartalen erzielte adidas laut Stamminger auf dem weltgrössten Sportartikelmarkt jeweils zweistellige Zuwachsraten beim Umsatz. Auch 2006 will der Konzern zweistellig zulegen. Hainer bekräftigte zudem auch die mittelfristigen Ergebnisprognosen. Nach der Übernahme des US-Konkurrenten Reebok solle das Umsatzwachstum jährlich im mittleren bis hohen einstelligen Bereich liegen, sagte er. Beim Überschuss würden zweistellige Wachstumsraten erwartet. Die Rohertragsmarge, – in der Branche eine wichtige Kennziffer für die Effizienz – soll zwischen 46 und 48 Prozent liegen. Die operative Marge werde elf Prozent übersteigen. Zuletzt hatte sie bei neun Prozent gelegen.

Wettbewerbsbehörde muss noch zustimmen


adidas will Reebok für 3,1 Milliarden Euro übernehmen. Die Zustimmung der EU-Wettbewerbsbehörde und der Reebok-Aktionäre steht noch aus. Das Geschäft soll im ersten Halbjahr 2006 abgeschlossen werden. Mit dem Kauf von Reebok will adidas zum Branchenprimus Nike aufrücken. adidas und Reebok – nach Nike die Nummer zwei und drei weltweit – kommen zusammen auf einen Umsatz von knapp neun Milliarden Euro. Nike setzte zuletzt rund elf Milliarden Euro um.

adidas-Aktien gaben bis zum Nachmittag leich nach. Die Papiere verloren in einem schwachen Marktumfeld 0,88 Prozent auf 150,66 Euro. (awp/mc/th)

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