Agrarpolitik 2011: Ständeratskommission auf der Nationalratslinie

Mit 8 zu 3 Stimmen schloss sich die WAK dem Nationalrat an, dass die Zuckerfabriken Aarberg und Frauenfeld kein Bundesgeld mehr für die Rüben-Verarbeitung erhalten. Statt dessen werden die Flächenbeiträge an die Bauern von 600 auf 1’300 CHF erhöht, wie Präsident Hannes Germann (SVP/SH) am Freitag mitteilte.


Zuckerfabriken vollständig in die Marktwirtschaft entlassen

Da damit die Zuckerfabriken vollständig in die Marktwirtschaft entlassen sind, sollen sie dem Bund auch keinen Einblick mehr in die Jahresrechnung geben müssen. Mit 8 zu 2 Stimmen strich die WAK die 600’000 CHF für die Verwertung von Schafwolle. Diese Subvention wird mit Tierhalterbeiträgen kompensiert.

Bienenzucht und Weinbau


Die WAK folgte dem Nationalrat, dass die Bienenzucht neu unterstützt werden kann. Beim Weinbau übernahm sie den Kompromiss der grossen Kammer, dass die Kantone die Appellation d’origine contrôlée (AOC) definieren, während der Bund die Qualität der Land- und Tafelweine regelt.

Zusatzinformationen zu Investitionskrediten an Gewerbe


Zusatzinformationen verlangt die WAK beim Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) zu den Investitionskrediten an Gewerbe. Es sei eine Wettbewerbsverzerrung, wenn Käsereien, die von Bauernfamilien betrieben werden, Geld vom Bund erhielten, während die gleichen Betriebe von Käserfamilien leer ausgingen, sagte Germann. (awp/mc/ab)
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