Aktienfokus Swiss Life: Kursabgaben trotz gutem Resultat

Während die Analysten die Zahlen als gut bewerten, wurde im Handel insgeheim ein noch besseres Resultat erwartet. Bis um 10.10 Uhr verlieren Swiss Life 2,2% oder 6,50 CHF auf 292,25 (Tagestief: 291,00) CHF. Der Gesamtmarkt (SMI) geht derweil um 0,28% auf 8’203,91 Punkte zurück.

Starkes Ergebnis übertrifft Prognosen
Die Swiss Life habe dank ausserordentlichen Effekten einen leicht besser als erwarteten Gewinn ausgewiesen, schreibt Georg Marti von der ZKB. Marti führt die «kräftige» Auflösung nicht mehr benötigter Steuerrückstellungen von 124 Mio CHF und ein ausserordentlicher Verkaufsgewinn von 50 Mio CHF der Dreieck Leasing und der Gotthardbank Monaco an. Der Analyst einer Schweizer Privatbank zeigt sich sehr angetan vom «sehr starken» Ergebnis, vor allem wenn man bedenke, dass sich das Resultat kaum auf Kapitalgewinne stütze. Das Resultat zeige sehr gute operative Verbesserungen auf, so der Analyst weiter.

Bewertung im Rahmen des CH-Branchendurchschnittes
Aus Sicht von Roger Degen, Analyst der Bank Sarasin, ist der Gewinn besser als erwartet ausgefallen. Auf vergleichbarer Basis sei der Vorsteuergewinn auf 586 Mio CHF von 506 Mio CHF gestiegen, so der Analyst. Auch habe Swiss Life die guten Sarasin-Prognosen für das Neugeschäft deutlich übertroffen. Swiss Life sei gut unterwegs um die angestrebten Ziele zu erreichen, so Degen, der an seiner Kaufempfehlung und dem Kursziel von 330 CHF je Aktie festhält. Georg Marti von der ZKB behält sein Rating auf «Marktgewichten». Swiss Life gehöre 2006 zu den gut performenden Versicherungsaktien und weise mittlerweile eine Bewertung auf, die im Rahmen des CH-Branchendurchschnittes liegt.

Spekulative Positionen i Vorfeld der Halbjahreszahlen
Viktor Dammann von der Bank Vontobel belässt die Schätzungen unverändert und bewertet die Aktie nach wie vor mit «Sector Outperform». Dammann weist auf die starke Entwicklung des Embedded Value hin, der mit 10’075 Mio CHF über der Vontobel-Erwartung von 9’300 Mio CHF lag. Am Markt hätten die Anleger insgeheim auf einen noch besseren Abschluss spekuliert, so ein Händler. Im Vorfeld der Halbjahreszahlen seien im grossen Stil spekulative Positionen aufgebaut worden. Grössere Positionsglattstellungen seien nun die Folgen.

(awp/mc/hfu)

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