Albert Momdjian, Head of Middle East & North Africa Investment Banking, Credit Suisse: «Golfstaaten durchlaufen strukturellen Wandel»

Von Gérard Al-Fil

Dies sagte Albert Momdjian, Head of Middle East & North Africa Investment Banking der Credit Suisse AG, London, auf dem ersten IPO-Summit in Dubai zu Wochenbeginn. Dazu zählten die Diversifikation der Wirtschaft sowie die Öffnung der Märkte für den Welthandel. Ob in Anbetracht der derzeitigen Niveaus noch investiert werden sollte, beantwort Momdjian zweigeteilt.

Kurzfristig sind Börsenindizes teuer bewertet
Kurzfristig seien die Börsenindizes mit Kursgewinnverhältnissen von über 30 sicher teuer bewertet. Wer aber von den strukturellen Veränderungen im Mittleren Osten überzeugt sei, sollte ein langfristiges
Engagement ins Auge fassen. Mit den Financial Free Zones in Dubai und Qatar, dem DIFC beziehungsweise dem QFC, habe die Region zwei wichtige Eckpfeiler für einen Finanzmarkt nach rechtlich internationalem Zuschnitt erhalten.


«Länder des GCC keine Emerging Markets mehr»
Momdjian wies zudem daraufhin, dass die Staaten des Golfkooperationsrats GCC (Saudi-Arabien, Kuwait, Bahrain, Qatar, die VAE und der Oman) aufgrund ihrer makroökonomischen Daten nicht mehr als «Emerging Markets» gelten könnten. So verzeichne beispielsweise allein des Emirat Abu Dhabi (mit der gleichnamigen Hauptstadt der VAE, Anm. D. Red.) mit 46′ 223 US-Dollar das weltweit höchste
Bruttosozialprodukt pro Kopf.


Credit Suisse mit 30 Jahren Erfahrung im Mittleren Osten
Die Credit Suisse AG sei mit 30 Jahren Erfahrung im Mittleren Osten gut aufgestellt, so Momdjian. Im DIFC bietet die Credit Suisse unter der Leitung von Beat Nägeli als bislang einzige Bank vollumfängiche Finanzdienstleistungen an. Für das QFC hat die zweitgrösste Schweizer Bank im Dezember 2005 eine Lizenz bentragt. Demnächst wird die Credit Suisse auch in der saudiarabischen Hauptstadt Riyadh vertreten sein.

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