Altria kauft Schnupftabakproduzenten UST für 11,7 Milliarden Dollar

Die Ratingagentur Moody’s reagierte auf den Übernahmeplan mit einer Senkung des Kreditwürdigkeitsausblicks von Altria auf «negative» und erwägt zudem eine Abstufung des Ratings. Altria wird mit der Übernahme von UST zum US-Marktführer im wachsenden Geschäft mit rauchfreien Tabakprodukten. Zur steigenden Beliebtheit von Schnupf- und Kautabak haben in den USA auch die vielerorts weitreichenden Rauchverbote in Gebäuden, Verkehrsmitteln und Restaurants beigetragen.


Kosteneinsparungen von 250 Millionen Dollar jährlich
Die Übernahme solle binnen zwölf Monaten nach Abschluss des Geschäfts positiv zum Gewinn des Konzerns beitragen, hiess es. Altria peilt von 2011 an Kosteneinsparungen von jährlich 250 Millionen Dollar an. Für das laufende Jahr bekräftigte der Hersteller seine Gewinnziele. Zu UST mit Sitz in Stamford (Connecticut) zählen unter anderem die Marken «Skoal» und «Copenhagen».


Altria: Beschränkung auf US-Aktivitäten
Der einst weltweit tätige Altria-Konzern beinhaltet seit Ende März nur noch die US-Aktivitäten, das komplette Geschäft ausserhalb der Vereinigten Staaten wird seither eigenständig als Philip Morris International (PMI) von Lausanne in der Schweiz aus geführt. Dies soll die selbst börsennotierte PMI vor Unwägbarkeiten des US-Marktes wie Raucherklagen schützen und ihr ein unbehindertes Wachstum besonders in den wachsenden Märkten der Schwellenländer ermöglichen. Der US-Konzern Altria, der mittlerweile in Richmond (Virginia) sitzt, vertreibt neben «Marlboro» noch Marken wie «Parliament» und «Virginia Slims». Altria ist klarer US-Marktführer: Jede zweite hier gerauchte Zigarette kommt von dem Hersteller. (awp/mc/ps/23)

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