Binningen – Der Agrarhandelskonzern Ameropa hat im Geschäftsjahr 2025 einen markanten Umsatzsprung verzeichnet. Derweil beschloss der Verwaltungsrat wegen operativer Probleme im Düngemittelwerk in Rumänien die Stilllegung der Anlage.
Der Umsatz des Getreide- und Düngemittelhändlers stieg im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent auf 7,6 Milliarden Franken, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Treiber seien ein Mengenplus von 9 Prozent sowie höhere Preise für Getreide, Ölsaaten und Düngemittel gewesen. Gewinnzahlen veröffentlicht Ameropa weiterhin nicht.
Zudem konnte das rumänische Düngemittelwerk Azomures den Angaben zufolge wegen fehlender wettbewerbsfähiger Gasversorgung nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden. Der Verwaltungsrat leitete daher Ende 2025 die Stilllegung ein. Parallel liefen Gespräche über einen möglichen Verkauf, bislang jedoch ohne Einigung, hiess es.
Unsicherer Ausblick
Für 2026 erwartet Ameropa ein weiterhin herausforderndes Umfeld. Zusätzliche geopolitische Spannungen, insbesondere im Nahen Osten, könnten Handelsströme und Lieferketten belasten. Dank solider Finanzen, angepasster Struktur und langjähriger Erfahrung sieht sich das Unternehmen jedoch gut positioniert, um die Unsicherheiten zu bewältigen.
Beim Verwaltungsrat steht zudem ein Wechsel an: Der langjährige Präsident Andreas Zivy wird Mitte 2026 altersbedingt zurücktreten. Als Nachfolger ist Matthias Altendorf vorgesehen, der über internationale Führungserfahrung durch seine Karriere bei Endress+Hauser verfügt. (awp/mc/ps)
