Arpida: Konzernverlust von 35,0 Mio CHF

Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand erhöhte sich von 17,6 Mio auf 29,2 Mio CHF, wie Arpida am Donnerstag mitteilte. Dies sei Folge von höheren Ausgaben für Studien, der Einstellung zusätzlichen Personals und der Konsolidierung der im Oktober 2004 akquirierten Arpida A/S.


Noch kein Produkt auf dem Markt

Einnahmen verbuchte der Konzern nicht: Noch hat er kein Produkt auf dem Markt. Im Geschäftsjahr 2004 habe Arpida wegen einer «Dienstleistungstransaktion» noch rund 58’000 CHF eingenommen, schrieb die Firma.

Liquide Mittel für strategische Flexibilität

Die liquiden Mittel beliefen sich per Ende Jahr auf 122,4 Mio CHF nach 68,2 Mio CHF. Ende 2004. Dies verschaffe Arpida die «strategische Flexibilität bei der Vermarktung seiner klinischen Produktkandidaten», wurde Dr. Khalid Islam, Geschäftsführer der Arpida, im Communiqué zitiert.

60 Prozent Kurssteigerung seit Jahresbeginn

Arpida ist seit dem vergangenen Mai an der Schweizer Börse SWX kotiert. Nach einem «schwierigen ersten Handelstag» habe sich die Aktie erholt, schrieb der Konzern. Der Kurs zum Jahresende lag bei 15,30 CHF, was einer Börsenkapitalisierung von 250,5 Mio CHF entsprach. Aktuell liegt der Kurs allerdings bereits bei über 24 CHF, entsprechend einer Steigerung seit Jahresbeginn um rund 60%.

Mit Börsengang 97,2 Mio CHF aufgenommen

Mit dem Börsengang habe Arpida 97,2 Mio CHF aufgenommen, hiess es. Das Unternehmen hatte seit seiner Gründung im Jahr 1997 bei privaten Investoren flüssige Mittel aufgenommen, um die Entwicklung von Antibiotika zu finanzieren, die gegen multiresistente Bakterien wirken.

Konkurrenzprodukt zu Pfizer

Das am weitesten fortgeschrittene Produkt der Arpida ist das Antibiotikum Iclaprim, das in den USA und Europa in der letzten klinischen Prüfungsphase III steht. Iclaprim wird intravenös verabreicht; Arpida entwickelt derzeit aber auch eine Rezeptur für die orale Anwendung. Mit Iclaprim will die Firma in Konkurrenz treten zum marktführenden Produkt Zyvox des US-Pharmakonzerns Pfizer. Arpida betreibt Forschungsstandorte in Münchenstein BL und in Kopenhagen.

Gillessen tritt zurück

Bei der Biotechnologiefirma gibt es zudem einige personelle Veränderungen. So will Dieter Gillessen, operativer Leiter, VR-Mitglied und Mitgründer der Gruppe, im laufenden Jahr in den Ruhestand treten. Nicholas Coppard wurde 2005 zum Leiter der Entwicklung (Head of Development) ernannt, und John G. Bartlett, Experte für Infektionskrankheiten, konnte für den wissenschaftlichen Beirat gewonnen werden.

Personalbestand aufgestockt

Arpida beschäftigte per Ende 2005 insgesamt 82 Personen, zwölf Monate zuvor belief sich der Personalbestand noch auf 72. Diese Aufstockung begründet das Pharma-Unternehmen primär mit der Erweiterung der Abteilung für klinische Entwicklung. (awp/mc/ab)
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