Bauwirtschaft: Erstaunlich krisenresistent – Ausblick verhalten

Während die meisten anderen Branchen in der Schweiz deutliche Einbrüche verzeichneten, sei für die realen Bauinvestitionen 2009 immerhin noch ein leichtes Plus von 0,3% (2008: 0,6%) zu erwarten, heisst es weiter. Für die anhaltende Stärke der Bautätigkeit macht das BAK zwei Gründe aus. Zum einen würden viele grosse Bauprojekte trotz des Konjunktureinbruchs weitergeführt und zum anderen stützten Konjunkturprogramme der Regierung die Bauinvestitionen.


Keine massive Korrektur beim Wohnbau
Für die realen Wohnbauaufwendungen rechnet das BAK für 2010 mit einem Rückgang von 1,4%, wobei vor allem der bis anhin ziemlich robuste Mehrfamilienhausbau an Dynamik einbüsst. Eine massive Korrektur erwarten die Ökonomen indes nicht. Die Zahl der neu erstellten Wohnungen dürfte im gesamten Zeitraum bis 2015 über dem seit 1980 verzeichneten Durchschnittwert von 27’000 Einheiten pro Jahr liegen.


Deutlicher Investitionsrückgang im Betriebsbau
Beim Betriebsbau rechnen die Experten hingegen im 2010 mit einem deutlichen Investitionsrückgang von 5,5%. Besonders ausgeprägt sei der Rückgang in den konjunktursensitiven Bereichen wie Lager, Hallen und Fabriken. Aber auch im Bürobau zeichnet sich gemäss dem BAK für 2010 ein deutlich Rückgang ab.


Verhaltener Ausblick
Die Ökonomen bezeichnen denn auch den Ausblick für das kommenden Jahr als verhalten. Die Wachstumsimpulse des öffentlich geprägten Infrastrukturbaus dürfte ausgehend vom bereits hohen Niveau nachlassen, blieben aber klar positiv. 2011 müsse aber mit einem Rückgang von 0,9% gerechnet werden. (awp/mc/pg/03)

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