BFS: Einkommen der privaten Haushalte 2004 bei 440 Mrd CHF

Die teilte das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mit. 1990 lag ihr Anteil bei 18%. Der Anstieg ist nicht zuletzt die Folge der zunehmenden Alterung der Schweizer Bevölkerung. Seit 1990 haben die Transfereinkommen aus Renten, Krankengeldern etc. real um durchschnittlich 3,8% pro Jahr zugenommen. Das gesamte Einkommen der privaten Haushalte wuchs dagegen in diesem Zeitraum real nur durchschnittlich um 1,1% pro Jahr.

BV-Renten mit stärkstem Wachstum
Renten aus AHV und beruflicher Vorsorge (BV) machen 23 respektive 18% der Transfereinkommen aus, Leistungen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung 17%, und der Arbeitslosen- und Invalidenversicherung 11%. Der restliche knappe Drittel stammt aus sonstigen sozialen Leistungen, Lottoerträgen und Erbschaften. Am stärksten (im Schnitt real um 5,9% im Jahr) wuchsen die Renten aus der BV. Es bezögen vermehrt Personen mit längeren Beitragsjahren und damit höheren Rentenansprüchen eine BV-Rente, erklärt das BFS dieses Wachstum.

IV-Bezüge nehmen im Schnitt jährlich um 5,7% zu
Die Einkommen aus IV-Geldleistungen nahmen im jährlichen Schnitt um 5,7% zu. Vor allem habe sich die Zahl der Bezüger erhöht. Die durchschnittliche IV-Rente habe sich – inflationsbereinigt – kaum verändert. Der Löwenanteil des Haushalteinkommens stammt aus unselbständiger Erwerbsarbeit. Der Anteil sank indes 1990 bis 2004 von 63 auf 60%. Die Entwicklung dieser Einkommen folgte etwa dem Konjunkturzyklus. Der Anteil aus selbständiger Arbeit sowie aus Vermögen gingen in diesem Zeitraum zurück.

Ein Viertel des Einkommens für Steuern und Sozialversicherung
Ein Viertel des Bruttoeinkommens musste 1998 bis 2004 für Steuern und Sozialversicherungsbeiträge aufgewendet werden. Die Sozialversicherungsprämien, vor allem jene für die obligatorische Krankenversicherung, belasten die unteren Einkommensklassen stärker als die oberen. Dieser Effekt wurde durch die progressive Ausgestaltung des Steuersystems, das höhere Einkommen stärker belastet, ausgeglichen. Wenig verändert hat sich die Einkommensverteilung. Seit 1998 verfügen Haushalte im obersten Einkommensviertel über ein rund drei- bis vier Mal höheres Einkommen als die Haushalte im untersten Einkommensviertel. Insgesamt lasse sich 1998 bis 2004 eine leichte Tendenz zu einer gleichmässigeren Verteilung beobachten, schreibt das BFS.

(awp/mc/hfu)

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