BLKB: Halbjahresgewinn unter Vorjahresrekord

Die vorsichtige Risikopolitik, die Staatsgarantie und das AAA-Rating für höchste Bonität sind heute wichtige Argumente für die Kundenbindung und die Kundengewinnung. Das zeigen die Zunahme der Kundengelder um über CHF 600 Mio. (Stammhaus: über CHF 500 Mio., AAM Privatbank: über CHF 100 Mio.) und der Wechsel von Grossbankkunden zur Basellandschaftlichen Kantonalbank.


Sicherheit hat oberste Priorität
Der verantwortungsbewusste Umgang mit den anvertrauten Kundengeldern und den eigenen Mitteln spiegelt sich allerdings im Zinsergebnis negativ wieder, da die Basellandschaftliche Kantonalbank die Gelder im Markt mit höchster Sicherheit anlegt. Dabei liegen die REPO-Sätze für die Bank tiefer als die Konditionen für die Kunden. Diese Schmälerung des Zinserfolgs nimmt die Basellandschaftliche Kantonalbank bewusst in Kauf. Positiv wirkt sich diese vorsichtige Risikopolitik auf die Wertberechtigungen aus, die mit CHF 200’000.- einen absoluten Tiefststand erreicht haben.


Auswirkungen der schwachen Börsen
Selbstverständlich spürt auch die Basellandschaftliche Kantonalbank die Auswirkungen der Verwerfungen an den Börsen. Dies zeigt sich beim indifferenten Geschäft des Stammhauses und insbesondere auch bei der Tochter AAM Privatbank, die auf die Vermögensverwaltung spezialisiert ist. Allein die tiefere Bewertung der eigenen Anlagen belastet die Erfolgsrechnung des Konzerns mit rund 4 Millionen Franken. Dazu kommt, dass die Transaktionen im schwachen Börsenumfeld abgenommen haben.


Stammhaus auf Vorjahresniveau
Im Stammhaus liegt der Halbjahresgewinn mit 41 Millionen Franken auf dem Niveau des Vorjahres (-0,6%). Der Betriebsertrag hat um 4,2% auf CHF 165, 4 Mio. abgenommen, der Geschäftsaufwand ging um 1,2% auf CHF 76,0 Mio. zurück.


Stabiles Zinsengeschäft
Der Erfolg im Zinsengeschäft des Konzerns liegt mit 122,9 Mio. Franken (-2,9%) knapp unter der Vorjahresperiode. Auf der Passivseite blieben die Spargelder praktisch stabil und der Trend in fest verzinsliche Anlagen hielt weiter an. Auf der Aktivseite haben die Ausleihungen weiter zugenommen, die variablen Hypotheken sind weiter stark gefragt. Der knappe Rückgang des Zinserfolgs ist auf eine weitere Margenverengung und die vorsichtige Risikopolitik zurückzuführen.


Rückgang im Wertschriften- und Anlagegeschäft
Im Wertschriften- und Anlagegeschäft des Konzerns nahmen die Erträge um 16,8% auf 47,0 Mio. Franken ab. Insgesamt verringerte sich der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 8,4% auf 52,6 Mio. Franken.


Hohe Kostendisziplin
Die Steigerung der operativen Leistung wurde ohne Erhöhung der Kosten erreicht. Der Geschäftsaufwand des Konzerns nahm um 2,3% auf 93,5 Mio. Franken ab. Dabei haben sowohl der Sachaufwand (-2,%) als auch der Personalaufwand (-2,4%) abgenommen.


Einsatz der Mobilen Bank
Im dritten Quartal wird die Basellandschaftliche Bank ihre Mobile Bank regelmässig in vier Gemeinden einsetzen. Der topmoderne Bus mit einem Schalter, einem Besprechungsraum und einem Bancomaten wird die Gemeinden Hölstein, Läufelfingen, Wenslingen und Rünenberg nach einem festen Fahrplan bedienen. In der Mobilen Bank bieten zwei Mitarbeitende sämtliche Bankdienstleistungen der BLKB an. Die Mobile Bank ersetzt die Niederlassungen in diesen Gemeinden, die den heutigen Anforderungen von Kunden und Mitarbeitenden nicht mehr genügen.


Ausblick
Die Basellandschaftliche Kantonalbank hat bei der Präsentation des Jahresergebnisses 2007 im Februar 2008 die weitere Entwicklung vorsichtig eingeschätzt. Diese Einschätzung ist im ersten Halbjahr bestätigt worden. Die Aussichten für das zweite Halbjahr deuten darauf hin, dass für 2008 unter den bestehenden Rahmenbedingungen ein guter Abschluss erwartet werden kann. (blkb/mc/ps)

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