BLKB: Reingewinn legt um 3,4 Prozent zu im Halbjahr

Dennoch blickt die Bank zuversichtlich auf das zweite Semester und rechnet mit einem Jahresergebnis auf Vorjahresniveau. Aufgrund der Investitionen in die neue IT-Plattform sank gemäss BLKB der Bruttogewinn gegenüber dem Vorjahr um 5,1% auf 93,8 Mio CHF. Unter dem Strich verdiente das Basellandschaftliche Institut mit 46,5 Mio CHF hingegen rund 3,4% mehr als in der Vergleichsperiode, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst. Ein gutes Resultat erzielte die Bank nach eigenen Angaben im Zinsgeschäft. Mit Einkünften über 135,4 Mio CHF (+1,8%) bildet es weiterhin den Eckpfeiler des Ergebnisses.


Weniger Neugeld zugeflossen
Erfreulich sei auch die Entwicklung im Kommissionsgeschäft, heisst es weiter. So sei der Ertrag aus dem indifferenten Geschäft um 7,5% auf 35,3 Mio CHF gewachsen. Hingegen hat sich der Neugeldzufluss im Vergleich zum Vorjahr deutlich abgeschwächt. Während im Vorjahr im Zuge der Krise dem Institut noch rund 800 Mio CHF an Neugeld zufloss, summierte sich dieses im ersten Halbjahr 2010 noch auf knapp 282 Mio CHF. Zusammen mit dem Handelserfolg von 7,8 Mio CHF (+6,8%) und dem übrigen ordentlichen Erfolg über 3,2 Mio CHF (-47,6%) summierte sich damit der Betriebsertrag auf 181,7 Mio CHF (+1,4%).


IT-Investitionen lassen Sachaufwand hochschnellen
Die Kosten schlugen total mit 87,9 (80,3) Mio CHF zu Buche. Den Anstieg von gut 9,4% begründet die Bank mit der im Herbst anstehenden Migration der IT-Plattform. Ohne diese Aufwendungen läge der Geschäftsaufwand leicht unter dem Vorjahresniveau, heisst es in der Mitteilung. Die Investitionen in die IT-Plattform belastet den Sachaufwand, der gegenüber dem Vorjahr um 21,9% auf knapp 40 Mio CHF hochschnellt. Demgegenüber blieb der Personalaufwand mit 47,9 Mio CHF praktisch stabil. Auf der Aktivseite sind die Hypothekarausleihungen per Mitte Jahr auf 13,5 Mrd CHF (+1,8%) und die Kundenforderungen auf 848 Mio CHF (+19,4%) angewachsen. Passivseitig wuchsen die Spargelder auf 7,9 Mrd CHF (+3,2%) während das Volumen der übrigen Verpflichtungen gegenüber Kunden auf 3,5 Mrd CHF (-6,0%) und das Volumen der Kassenobligationen auf knapp 657 Mio CHF (-12,8%) sank.


Geschäftsleitung erweitert
Weiter gestärkt hat die Bank ihre Kapitaldecke. So seien den Reserven für allgemeine Bankrisiken 35 Mio CHF zugewiesen worden, schreibt die BLKB. Mit einem Eigenmitteldeckungsgrad von 209,5% bzw. einer Tier 1 Ratio von 16,8% sei die Bank hervorragend kapitalisiert. Die Bank gibt zudem die Erweiterung der Geschäftsleitung bekannt. So wird Herbert Kumbartzki per 1. Oktober 2010 zum Mitglied der Geschäftsleitung befördert. Mit der Beförderung trage die Bank der grossen und wachsenden Bedeutung des Bereichs Finanzen und Risk Office für die Bank Rechnung. Kumbartzki ist seit 2007 Chief Financial Officer und Chief Risk Officer der Basellandschaftlichen Kantonalbank. Das BLKB-Zertifikat notiert am frühen Donnerstagnachmittag mit leichten Abgaben bei 1`290 CHF (-0,6%). (awp/mc/ss/07)

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