BP: Tony Haywards goldener Händedruck

Ausserdem hat er noch Aktienoptionen, deren Wert von BPs künftiger Entwicklung abhängt. Dies erinnert die Briten an Sir Fred Goodwin, den ehemaligen Chef der Royal Bank of Scotland (RBS), die die Finanzkrise ohne massive staatliche Hilfe nicht überlebt hätte. Dennoch verliess Goodwin das Unternehmen mit einer Rente von sogar 700 000 Pfund (835 000 Euro). Die daraufhin einsetzende Kritik der Medien wie auch des damaligen Premierministers Gordon Brown bewegte ihn dazu, auf die Hälfte zu verzichten.


Britische Renten unter niedrigsten
Im Durchschnitt gehören die britischen Renten nach einer OECD-Studie zu den niedrigsten der westlichen Welt. Der Normalverdiener muss sich darauf einstellen, dass er nach seiner Pensionierung nur noch halb so viel Geld hat wie vorher. Viele Rentner leben in Armut.


«Daily Telegraph» bricht Lanze für Hayward
Doch nicht jeder in Grossbritannien findet Haywards Bezüge ungehörig hoch. Tracy Corrigan, Kolumnistin des «Daily Telegraph», schrieb am Dienstag, im Gegensatz zu Goodwin habe Hayward sein Unternehmen nicht in den Ruin geführt: «Mr. Hayward wird genau das bekommen, was in seinem Vertrag vorgesehen war. Vielleicht war das übermässig viel. Aber dann hätten die Aktionäre gegen diese Konditionen stimmen müssen.» Im Nachhinein könne man einen Vertrag nicht rückgängig machen. (awp/mc/ps/18)

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