Burckhardt Compression: Bestellungen auf Vorjahres-Höhe erwartet

Im letzten Geschäftsjahr hatte Burckhardt Compression 50% mehr Bestellungen verbucht als im bereits sehr starken Vorjahr. «Diese Entwicklung wird nicht mehr im gleichen Tempo weitergehen. Wir sehen aber auch in Zukunft noch hohes Potenzial im Erdölbereich mit neuen Energieträgern wie LNG oder bei der Raffinierung von Erdöl aus Ölsand», führte Otz aus. In den nächsten zwei bis vier Jahren hat Burckhardt Compression keinen Nachfrageeinbruch zu erwarten, ist Otz überzeugt. In der Erdölbranche bestehe ein hoher Nachholbedarf, zumal die letzte Raffinerie in Europa vor zehn, in Amerika gar vor zwanzig Jahren in Betrieb genommen worden sei.


«Am oberen Rand des Zielbandes»
Für das Geschäftsjahr 2005/06 wies Burckhardt Compression eine EBIT-Marge von 14,1% aus, dies bei einem Zielband von 10 bis 15%. Auf die Frage, ob diesbezüglich noch Steigerungspotenzial vorhanden sei, meinte Otz, dass sich die Marge im derzeit günstigen Marktumfeld natürlich am oberen Rand des Zielbandes bewege. «Da wir aber wissen, dass auch wieder schlechtere Zeiten kommen können, wollen wir die Situation nicht ausnutzen und unsere Kunden mit überrissenen Preisen vergraulen», so Otz.


Produktion in Winterthur wird ausgebaut
Um der Gefahr vorzubeugen, dass die hohe Nachfrage zu einem Flaschenhals in der Produktion führt, baut Burckhardt Compression die Produktion in Winterthur aus. Gemäss dem Finanzchef werden dort in den nächsten Jahren 7 bis 8 Mio CHF jährlich investiert.


«Einem kleineren Zukauf nicht abgeneigt»
Burckhardt Compression wäre einem kleineren Zukauf nicht abgeneigt, wenn damit das Produktesortiment abgerundet werden kann. «Interessant wäre zum Beispiel ein Unternehmen, welches Teile für Kolbenkompressoren produziert, deren Originalhersteller nicht mehr existieren», führte der CFO im Interview aus. Das sei ein sehr profitables Geschäft; schliesslich wolle Burckhardt Compression nicht einfach wachsen. «Wir suchen eine hohe Profitabilität», sagte Otz.


Derzeit die Nummer drei in einem Markt
Die Gruppe ist eigenen Angaben zufolge mit einem Marktanteil von 11% derzeit die Nummer drei in einem Markt, der 1,4 Mrd CHF umfasst. Daneben seien noch 15 bis 25 kleinere und mittlere Unternehmen aktiv. (awp/mc/gh)

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