Centre PasquArt: Gold in der zeitgenössischen Kunst

Der stetig fallende Dollar, Rezessions- und Inflationsbefürchtungen sowie die weltweite starke Nachfrage der Goldverbraucher nach dem Edelmetall sind der Grund dafür. Im Sport wurde diesen Sommer eifrig um die Goldmedallie gespielt, während rund um den Globus Zuschauermassen mitfieberten. Und wie jedes Jahr werden die heiss ersehnten goldenen Auszeichnungen für filmische, schauspielerische und musikalische Leistungen verliehen. Nachdem das Gold am Anfang des 20. Jahrhunderts in der Kunst bereits eine Renaissance erlebt hat, greifen in den letzten Jahren KünstlerInnen wiederum vermehrt in unterschiedlichem Kontext auf das Gold als Material oder Thematik zurück. Zum einen wird das Gold als Edelmetall per se, die damit verbundene technische Gewinnung und als Wirtschafsgut thematisiert oder kritisiert. Zum anderen untersuchen KünstlerInnen alte und neue Fragestellungen, wie: Was ist Gold?


Was für eine Bedeutung kommt dem Gold zu?


Ist es ein Material, eine Farbe, eine Form oder Licht? In anderen Werken wiederum wird das Gold schlicht als Werkmaterial und als Träger für eine bestimmte Botschaft eingesetzt, wobei u.a. das Spiel mit der auratischen Wirkung des Materials sowie Bezüge zu Geschichte und Kunstgeschichte ausgemacht werden können. Die Ikonographie des Goldes wird in der zeitgenössischen Kunst zu einem komplexen Interpretationsfeld, in dem auch die Veredelung, die Nachahmung, die Wertschätzung, die Symbole der Macht, der Religionen und der Themenkreis rund um die Alchemie und die Goldgewinnung zum Ausdruck kommen. Unter dem Titel AURUM, dem lateinischen Begriff von Gold, wird anhand von ausgewählten Werken zeitgenössischer KünstlerInnen der vielschichtigen Verwendung des Goldes in der aktuellen Kunstszene nachgegangen.(cp/mc/th)
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