CH-Schluss: Leichte Korrektur – Clariant & Givaudan schwach

Am Markt hiess es, am Berichtstag sei das Geschäft vor allem im Zeichen von Gewinnmitnahmen gestanden, die grundsätzliche Marktverfassung sei aber weiterhin gut.


Die tiefer notierende Wall Street brachte im späten Handel dem hiesigen Markt nicht die erhofften positiven Impulse. Auch an der US-Konjunkturfront blieb es am Donnerstag weitgehend ruhig, hier stehen erst am Mittwoch wieder relevante Neuigkeiten an.


Bei Börsenschluss um 17.30 Uhr stand der SMI 30,27 Punkte oder 0,32% tiefer auf 9`315,35 Stellen, der breiter gefasste SPI ging um 24,21 Punkte oder 0,33% auf 7`390,19 Punkte zurück.


Die mit Abstand schwächsten Werte waren am Berichtstag Clariant (-3,6% auf 20,30 CHF), gefolgt von Givaudan (-1,7% auf 1`091 CHF), nachdem beide Unternehmen Jahreszahlen präsentiert hatten. Beim Chemiekonzern Clariant hatten Umsatz und Reingewinn die Erwartungen nicht ganz erfüllt, bemängelt wurde insbesondere auch der vorsichtige Ausblick sowie die schwierige Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr.

Auch andere Chemiewerte wie Syngenta (-0,9% auf 224,70 CHF) oder Ciba SC (-1,0% auf 82,60 CHF) gingen am Berichtstag schwächer aus dem Rennen.


Riechstoffherstellerin Givaudan hatte gemäss Analysten mit ihren Resultaten im Grossen und Ganzen im Rahmen der Erwartungen gelegen. Die Entwicklung des Bereichs Aromen wurde im Vergleich zu derjenigen des Bereichs Riechstoffe als `weniger überzeugend` beschrieben. Vorteilhafter, als ursprünglich erwartet, sei die die vorgesehene Finanzierungsart der Quest-Übernahme, hiess es.


Zu den schwächsten Werten zählten den ganzen Handelstag über auch Swatch (I:-0,9% auf 312,00 CHF; N:-0,9% auf 63,20 CHF), dies trotz im Januar erneut positiv ausgefallenen Daten zu den Uhrenexporten. Die Zahlen hätten gezeigt, dass die Industrie nach Weihnachten keine Wachstumsdelle erlitten habe, hiess es von Seiten des Branchenverbandes FHS. Die Aktien von Luxusgüterkonzern Richemont schlossen 0,6% tiefer auf 71,60 CHF.

Von den grosskapitalisierten SMI-Werten beendete einzig der Roche-Bon mit plus 0,1% auf 230,60 CHF den Tag in der Gewinnzone; Branchennachbar Novartis fiel dagegen 0,6% auf 72,70 CHF zurück. Grossbankenvalor UBS schloss mit Abgaben von 0,3% auf 77,70 CHF auf Marktniveau, ebenso Nestlé (-0,3% auf 470,50 CHF), die am Donnerstag Jahreszahlen vorlegen.


Gekauft wurden auf der anderen Seite des SMI-Tableaus Tagessieger Lonza (+1,0% auf 114,10 CHF), sowie Swiss Re (+0,9% auf 104,70 CHF) oder Holcim (+0,6% auf 127,10 CHF).


Im breiten Markt gewannen Biomarin nach der überraschenden Publikation der Jahreszahlen am Nachmittag zunächst um gegen 8%. Die darauf folgende Veröffentlichung negativer Studiendaten zum Produktekandidat 6R-BH4 liess die Aktie anschliessend aber über 12% sinken, bei Börsenschluss stand sie 8,9% tiefer auf 22,95 CHF.

Ascom (-3,4% auf 22,80 CHF) schlossen nach einigermassen volatilem Verlauf ebenfalls tiefer. Victory-Mann Ronny Pecik hatte an einer Medienkonferenz seine Sicht der Dinge im derzeitigen Gerangel um den Konzern dargelegt.

Converium fielen auf 21,10 CHF zurück (-1,2%). Der Kurs liegt damit nur noch knapp über den von Scor gebotenen 21 CHF je Valor.
Austriamicrosystem verloren nach Jahreszahlen 1,7%, Esmertec gingen am Tag vor Publikation von Geschäftszahlen um 1,3% zurück.


Erneut gefragt waren Pragmatica (+43,5%). Am Vorabend wurde bekannt, dass der VR-Präsident Clino Vallone sein Aktienpaket von knapp 50% an die Swiss British Fiduciary Trust Center verkauft hat. (awp/mc/th)

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