CH-Schluss: Rally zum Wochenende – Novartis bieten Schützenhilfe

Getragen wurde die starke Performance zum Wochenschluss vor allem von Novartis. CEO Vasella hat sich gegenüber den Medien erneut grundsätzlich positiv zu seinem Unternehmen geäussert. Dies habe die Stimmung am Markt gestützt und mit den steigenden Kursen sei man zu Deckungskäufen gezwungen worden, erklärte ein Händler in Zürich den positiven Verlauf. Da vermochten auch die nach einem Feiertag verhalten eröffnenden US-Börsen nicht zu bremsen.


Der SMI gewann schliesslich 175,8 Punkte oder 3,12% auf 5’816,6 Punkte, im Wochenvergleich ergab sich somit ein Plus von 13,1% (letzte Woche -11,8%). Der SLI stieg um 2,39% auf 809,96 Punkte und der breitere SPI um 2,85% auf 4’780,29 Punkte.


Gestützt von den Aussagen Vasellas standen am Schluss Roche (+4,5% auf 170 CHF) und Novartis (+4,4% auf 56,50 CHF) zusammen mit Synthes (+4,5% auf 140,70 CHF) an der Spitze. Vasella hat für das kommende Jahr eine höhere Dividende in Aussicht gestellt und auch auf die Möglichkeit eines weiteren Aktienrückkaufprogramms hingewiesen. Dies hat der Novartis-Aktie Flügel verliehen und auch die Genussscheine von Roche gestützt. Eine Rüge der EU-Kommission gegenüber der Pharmaindustrie hatte auf die Kurse offenbar wenig Einfluss.


Im Sog der beiden Pharmaschwergewichte zogen auch Swiss Re (+4,2% auf 49,50 CHF), ZFS (+4,1% auf 236,50 CHF), Swiss Life (+3,4% auf 74,35 CHF) oder CS (+3,7% auf 35,66 CHF) deutlich an. CS wurden von Umschichtungen aus UBS (-1,6% auf 15,15 CHF) gestützt. In UBS sei es nach dem viertägigen Aufwärtstrend zu Gewinnmitnahmen gekommen, hiess es. Da die Bank anlässlich der ausserordentlichen GV vom Vortag keine Angaben zur Entwicklung der Kundenvermögen gemacht habe, seien aber auch die Befürchtungen um weitere Abflüsse im vierten Quartal wieder gestiegen.


Tagessieger waren allerdings Kühne+Nagel aus dem SLI mit einem Plus von 6,1% auf 73,75 CHF. Kühne+Nagel profitierten dabei von Umschichtungen aus den Papieren von Panalpina (-2,6%). Bei Panalpina würden sich die Zeichen auf eine Verschlechterung des Luftfahrtbereichs in den Monaten Oktober und November verdichten, hiess es dazu in Marktkreisen.


Zu den wenigen Verlierern nebst UBS gehörten zum Schluss Geberit (-2,8% auf 111,60 CHF), Bâloise (-2,3% auf 67,50 CHF) oder Logitech (-1,2% auf 15,80 CHF). Logitech seien dabei von Sorgen um das Weihnachtsgeschäft etwas belastet worden, hiess es dazu.


Im breiten Markt kam es im Zuge der Aufwärtstendenz zu markanten Gewinnen bei Uster Technologie (+20,6%), Elma Electronics (+13,0%) oder Infranor (+11,4%). Infranor hatte am Morgen überraschen den Umsatz des ersten Semesters bekanntgegeben.


Im Gespräch waren aber vor allem Georg Fischer (+5,3%), welche vom Einstieg von Giorgio Behrs Beteiligungsgesellschaft BDS getrieben wurden, auch wenn sich Georg Fischer über das Engagement Behrs wenig begeistert zeigte.


Schaffner kletterten nach einem Grossauftrag um 4% nach oben, Dottikon ES gar um 5,8% nach der Publikation der Semesterzahlen. (awp/mc/gh/34)

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