CH-Schluss: Unter Tageshoch fester – UBS Spitzenreiter im SMI/SLI

In den USA sind sowohl die Einzelhandelsumsätze als auch die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe unter den Erwartungen ausgefallen. Auch die Lagerbestände in der US-Wirtschaft sind im Juni stärker als erwartet gesunken.


Der SMI gewann bei Börsenschluss noch 0,41% auf 5’986,72 Punkte, das Tageshoch lag bei 6’014,11 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index stieg um 0,92% auf 913,39 Punkte und der breite Gesamtmarkt (SPI) um 0,41% auf 5’151,66 Zähler.


UBS (+5,4%) profitierten weiterhin von der sich abzeichnenden Grundsatz-Entscheidung zwischen den USA und der Schweiz im Steuerstreit um die Herausgabe von Kundendaten. Der Vergleich ist unterschriftsreif, sagte der Anwalt der US-Justizbehörden, Stuart Gibson, am Mittwoch an einer Telefonkonferenz mit dem Richter Alan Gold. Das Ende sei damit aber noch nicht erreicht, hiess es im Handel. Noch sei der Inhalt der aussergerichtlichen Einigung nicht bekannt.


Auch Credit Suisse (+3,1%) und Julius Bär (+1,7%) waren gefragt. Händler verwiesen beim positiven Sentiment im Bankensektor auch auf die Tatsache, dass Hedgefund-Manager John Paulson, der bereits vor dem Ausbruch der Krise gegen Finanzaktien gewettet hatte, im zweiten Quartal seine Beteiligung an der Bank of America aufgestockt hat. Händler deuteten dies als positives Signal.


Von den Assekuranzen standen Swiss Life (+3,7%) und ZFS (+0,9%) auf der Einkaufsliste der Investoren, während Swiss Re (-0,3%) und Baloise (-1,8%) verkauft wurden.


Mit an der Tabellenspitze schlossen Holcim (+3,9%), OC Oerlikon (+3,2%), Clariant (+2,2%) und Swatch (+2,2%). Das Kaufinteresse bei Swatch führten Händler auf ein besser als erwartetes Halbjahresergebnis bei der chinesischen Uhrenhandelskette Xinyu Hengdeli zurück, an der die Schweizer mit 8% beteiligt sind.


Petroplus verteuerten sich um 1,9%. Das Unternehmen muss den Betrieb in zwei Raffinerien wegen eines Pipeline-Unfalls in Frankreich reduzieren, was sich aber nicht negativ auf die Aktienkursentwicklung auswirkte. Schwung verlieh dagegen die Kurszielerhöhung durch Goldman Sachs.


Nobel Biocare (+0,1%), die im Handelsverlauf lange zu den Spitzenreitern im SMI/SLI zählten, konnten die Aufschläge nicht bis zum Schluss halten. Nach den Halbjahreszahlen vom Vortag haben diverse Analysten ihr Kursziel für die Valoren erhöht.


Die rote Laterne unter den Blue-Chips hielten bei Börsenschluss Synthes (-2,4%), dicht gefolgt von Nestlé (-2,3%). Der Nahrungsmittelkonzern konnte mit den am Vortag publizierten Zahlen die Analysten-Gemeinde nicht überzeugen. Zwar haben die Experten von J.P.Morgan und Goldman Sachs die Kursziele erhöht, die Analysten von Goldman Sachs sprachen dennoch von einer «leisen Enttäuschung».


Aus der zweiten Reihe gab es am Berichtstag wieder eine ganze Flut an Unternehmenszahlen. Die grössten Gewinne unter diesen Unternehmen verzeichneten Tecan (+5,9%). Die Ergebnisse zeigten, dass der Laborausrüster nur begrenzt von der Wirtschaftskrise betroffen sei, meinten Analysten.


Auch Goldbach Media (+5,7%), St. Galler Kantonalbank (+3,7%), Gategroup (+3,6%), Orascom (+3,6%) und Bell (+0,6%) avancierten nach Halbjahreszahlen.&(awp/mc/pg/32)

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