Chipdesigner ARM will Wohnzimmer erobern

Das Segment sei für ihn wegen der grösseren Stückzahlen wesentlich bedeutsamer als die neue Gattung mobiler Internetzugangsgeräte wie Smartbooks und Mobile Internet Devices.


Konkurrenz für Intel
Die Vernetzung digitaler Endgeräte sowie die Verschmelzung von Fernsehen und Internet erfordern grössere Rechenleistungen. ARM-Chips sind in Computern nicht zu finden, da das meist verbreitete Betriebssystem Windows nicht auf diese Prozessoren abgestimmt ist. In der Unterhaltungselektronik könnte die Konkurrenz für Intel jedoch ungleich stärker werden: ARM hält in dem Segment sein Chipdesign für technologisch überlegen. «In der Unterhaltungselektronik geht es nicht nur um Geschwindigkeit – übrigens auch nicht bei Computern, wie Intel den Konsumenten seit Langem weismacht», sagte Firmenchef East. Die Chips müssten vielmehr leistungsfähig und energiesparend zugleich sein.


«U-Elektronik interessanter als PC-Geschäft»
ARM verdient sein Geld bislang vor allem mit Handychips, Lizenzgebühren und einer Abgabe für jedes Gerät, das auf der Chip-Architektur der Briten basiert. «Aufgrund unseres Geschäftsmodells ist die Unterhaltungselektronik für uns viel interessanter als das PC-Geschäft – es werden doch nur ein paar Dutzend Millionen Computer pro Jahr verkauft», sagte East. Das in Cambridge ansässige Unternehmen erzielte 2008 einen Umsatz von 546 Millionen US-Dollar, Intel kam im gleichen Zeitraum auf 37,59 Milliarden Dollar. (awp/mc/ps/09)

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