Dr. Michael Neubert, CEO ASPECTA Assurance International: «Luxusgut Kind»

Die demographische Entwicklung ist wie in vielen anderen europäischen Ländern auch hierzulande Besorgnis erregend. Bekanntermassen werden die Alten immer Älter, während die Geburtenrate auf sehr tiefem Niveau verharrt.

Rentenmodell nach dem «Generationenprinzip» nicht mehr finanzierbar
Aufgrund der langfristigen demographischen Verschiebungen gilt zudem das klassische Rentenmodell nach dem «Generationenprinzip» auf die lange Dauer als nicht mehr finanzierbar. Angesichts leerer Kassen ist die öffentliche Hand als regulierende Instanz für Vorsorge und sozialen Ausgleich bei Gesundheit, Erziehung und Ausbildung überfordert.


Regierungen rufen auf zum «Kinder kriegen»
Kurzum: Wer heute sich für ein Kind oder gar Kinder entscheidet, muss sich darüber im Klaren sein, dass viele Leistungen, welche der Staat früher erbracht hat, zukünftig eigenverantwortlich gedeckt werden müssen. Wachsende Bedenken um die Sicherung der staatlichen Vorsorge (AHV) und bei einzelnen Pensionskassen machen die Notwendigkeit der früh einsetzenden privaten Vorsorge offensichtlich. Staaten und deren Regierungen haben die langfristigen fatalen Konsequenzen der Überalterung der Gesellschaft längst erkannt und rufen die Menschen verstärkt zum «Kinder kriegen» auf. Diesen Impuls greifen immer mehr Unternehmen in der Privatwirtschaft auf und versuchen, Eltern mit innovativen Zusatzleistungen Hilfe zu bieten.

Chancen für innovative Dienstleistungsanbieter
Angesichts des wachsenden (Zeit-) Drucks im modernen Arbeitsleben werden schon kleine, unerwartete Vorfälle zu Problemen. Auf diesen wachsenden Bedarf nach einer «helfenden Hand» trifft kaum das passende Angebot, das heisst eine Anlaufstelle, die gerade in Notfällen, zum Beispiel wenn das Kind krank wird, kontaktiert werden kann. Bei der Bewältigung des Alltags sind Erziehende also zunehmend auf Hilfe von ausserhalb der Familie angewiesen und damit gefordert oder überfordert.


Marketing, das sich an Bedürfnissen statt Produkten orientiert
Gleichzeitig wünschen die Eltern das Beste für Ihre Kinder und werden in Zukunft  immer mehr auf nicht-staatliche Beratung und Unterstützung angewiesen sein. Die Eigenverantwortung bei der Zukunfts- und Ausbildungsplanung verlangt die Entwicklung neuartiger Dienstleistungsangebote, wie mehrsprachige Kindergärten, Schulen mit innovativen Lehrkonzepten etc. Die Anbieter, welche den Eltern einen «Wettbewerbsvorteil» für ihre Kinder bieten und sie dabei gleichzeitig von alltäglichen organisatorischen Aufgaben entlasten, werden zu den Gewinnern zählen. Diese Entwicklungen verlangen von den Anbietern von Vorsorgeleistungen nicht nur eine höhere Professionalität und Beratungsqualität, sondern auch ein fundamental anderes Marketingverständnis, das sich an Bedürfnissen und nicht an Produkten orientiert.


Traditionelle Versicherungsangebote überholt
Die Vorsorge und finanzielle Absicherung beginnt nicht nur immer früher, sondern erfolgt in neuartigen Angeboten, welche auf diese modernen Lebensumstände der Eltern und Kinder ausgerichtet ist. Das nicht mehr linear verlaufende Leben mit häufigen Unterbrüchen und Neuausrichtung in der Lebensgestaltung verlangt zudem ein Höchstmass an Flexibilität bei attraktiver Performance der Anlage und hoher Sicherheit. Ein Kindervorsorgeprodukt kann vielfältig eingesetzt werden, zum Beispiel zur Finanzierung der Ausbildung, als Absicherung der Kinder, als Geschenk von Paten, Grosseltern und anderen Verwandten. Im Todesfall der Eltern oder eines Elternteils soll eine finanzielle Absicherung gewährleistet sein. Hier werden von den Versicherern Marketinginnovationen erwartet, welche die oft erstrebte, aber selten erreichte langfristige Bindung der Kunden an die Marke begünstigen.





Zur Person
Dr. Michael Neubert (37) ist gebürtiger Deutscher. Der Diplom-Kaufmann absolvierte diverse internationale Zusatzausbildungen wie MBA. Seit Juli 2005 ist er CEO/Vorsitzender der Geschäftsleitung der in Vaduz Fürstentum Liechtenstein domizilierten Aspecta Assurance International AG.


Zum Unternehmen
Die im Jahr 1996 gegründete Aspecta Lebensversicherung AG mit Sitz in Hamburg, Deutschland, gehört zur Aspecta Global Group AG, diese wiederum ist eine Tochtergesellschaft der Talanx, dem drittgrößten Versicherungskonzern in Deutschland mit einem Prämienvolumen von rund 14,5 Mrd. Euro für 2004. Die europaweit tätige Aspecta Global Group AG erzielte in 2004 gebuchte Bruttoprämien in Höhe von 673 Mio. Euro. Die Kernkompetenz der Aspecta liegt in der Kombination von Investmentfonds mit Versicherungsprodukten in Form von Fondspolicen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Entwicklung von Zielgruppenprodukten. FrauenINVEST und die Kinderpolice, ASPECTA Einstein, sind hierfür Beispiele. Mit ihrem Open-Plattform-Modell erarbeitet Aspecta passgenaue Produktkomponenten für unterschiedliche Vertriebskanäle und kommt so den Anforderungen des Marktes nach individuellen und qualifizierten Fondsprodukten nach.

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