Energieagentur warnt vor Spätfolgen der Rekord-Ölpreise

«Die Weltwirtschaft ist immer noch weitgehend dabei, auf den Preisanstieg des vergangenen Jahres zu reagieren und wartet noch darauf, die Auswirkungen dieses Jahres zu spüren zu bekommen», heisst es in dem in Paris veröffentlichten IEA-Bericht. Positiv sei, dass die Preisspirale gegenwärtig den Trend beim Wirtschaftswachstum nicht habe umkehren können. Die Ölnachfrage werde 2005 weiterhin spürbar zunehmen und 2006 noch stärker. Sie dürfte in diesem Jahr um zwei Prozent auf 83,7 Millionen Barrel pro Tag steigen, im kommenden Jahr um 2,1 Prozent.


Die Energieagentur führte eine Vielzahl von Gründen für die Preisentwicklung an und beklagte vor allem die Investitionszurückhaltung der OPEC-Staaten. Derzeit verfüge lediglich Saudi-Arabien noch über eine Fördermarge von etwa 1 bis 1,5 Millionen Barrel täglich. Alle anderen Ölstaaten pumpten auf vollen Touren. Insgesamt litten die Entwicklungsländer am meisten unter den hohen Preisen, weil ihre Wirtschaft im Verhältnis mehr Energie brauche als Industriestaaten. (awp/mc/as)

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