EU-Eröffnung: Nach Anfangsverlusten leicht im Plus

Schwache Vorgaben von der Wall Street und den meisten asiatischen Börsen hatten die Aktienmärkte zum Handelsstart noch belastet. In Madrid verloren Ferrovial von einem Zeitungsbericht belastet 3,37 Prozent auf 20,94 Euro. Die spanische Zeitung «Expansion» schrieb unter Berufung auf nicht näher genannte Unternehmenskreise, der Mischkonzern, dem der britische Flughafenbetreiber BAA gehört, wolle bis Januar 2009 ein unverbindliches Angebot für den Londoner Flughafen Gatwick vorlegen.


An der Mailänder Börse ging es für Intesa SanPaolo um 1,35 Prozent auf 2,38 Euro nach unten. Ein Bericht der «Repubblica» vom Samstag, dem zufolge die italienische Regierung in der laufenden Woche einem 15 Milliarden Euro schweren Banken-Hilfsprogramm zustimmen sollte, nannte die Bank als eine von mehreren, die dieses Angebot in Anspruch nehmen könnte. Dagegen legten Papiere des Konkurrenten UniCredit um 0,50 Prozent auf 2,00 Euro zu. Die Bank hatte am Freitag nach Börsenschluss bei ihren Aktionären eine sehr hohe Zustimmung zu ihrer geplanten, drei Milliarden Euro schweren Kapitalerhöhung erhalten.


An der Schweizer Börse fielen UBS um 1,79 Prozent auf 14,24 Schweizer Franken und verzeichneten ein Rekordtief. Von einem Züricher Händler hiess es, die Aktien stünden wegen der anhaltenden Untersuchungen der US-Steuerbehörden unter Druck. Zudem sorgten die Anleger sich, dass die Bank nicht in der Lage sei, die Mittelabflüsse einzudämmen.


In Stockholm legten Hennes & Mauritz (H&M) beflügelt von guten Umsatzzahlen für den Oktober um 3,36 Prozent auf 261,50 schwedische Kronen zu. Der schwedische Textileinzelhändler verzeichnete einen geringeren flächenbereinigten Umsatzrückgang als von Analysten befürchtet.


In London setzten sich Lonmin mit plus 8,14 Prozent auf 996,00 Pence an die «Footsie»-Spitze. Händler verwiesen auf mögliche Short-Covering-Massnahmen – also Deckungskäufe von Anlegern, die zuvor auf fallende Kurse gesetzt hatten. Seit August hat die Aktie rund drei Viertel an Wert verloren.


Dagegen liess ein negativer Analystenkommentar Tesco um 2,60 Prozent auf 322,00 Pence fallen. JPMorgan hatte die Aktie der britischen Supermarktkette von «Neutral» auf «Underweight» abgestuft und das Kursziel von 340 auf 290 Pence zurückgenommen. Ein Preisvergleich zwischen Tesco und Aldi habe ergeben, dass der deutsche Konkurrent trotz eines Anteils von nur drei Prozent am britischen Markt die Preisführerschaft innehabe, hiess es in einer aktuellen Studie. Die Discountmarken-Strategie der Briten sei deplatziert, gehe die strukturellen Probleme nicht an und verwirre die Kunden, lautet das Urteil der Analysten. (awp/mc/ps/13)

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